Geschichtsträchtige Zeiten...

Veröffentlicht am 26. Januar 2026 um 07:35

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Hier kommt mal wieder ein Lebenszeichen von mir - natürlich aus dem Garten. Nach ein paar ziemlich turbulenten Tagen (oder eher Wochen) war es hier erstaunlich still. Nicht, weil ich nichts zu erzählen hätte – sondern eher, weil es so viel war, dass es erstmal innerlich sortiert werden wollte. Und wer mich kennt, der weiß: Sortieren dauert bei mir in der Regel deutlich länger,  als Unkrautjäten.

Die letzte Woche habe ich in der Hauptstadt verbracht... Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit war ich in Berlin. Und auch diesmal hat mich diese Stadt sofort wieder verzaubert. Auch wenn ich unterm Strich nur einen halben Tag Zeit hatte, sie so richtig zu genießen. Ein halber Tag zum Herumlaufen, Staunen, Gucken, Genießen und Schlemmen. Ich habe diese typische Berlin-Mischung aus groß, laut, schön und ein kleines bisschen überfordernd in vollen Zügen genossen. Genau wie das vegane Sushi und das argentinische Eis in Friedrichshain.

Danach war dann Arbeiten angesagt. Oder besser gesagt kreativ workshoppen (hier ist übrigens das "WORK" besonders wichtig, denn geshopped habe ich absolut überhaupt nicht 😇). Und in der besonderen Atmosphäre dieser pulsierenden Stadt mit tollen Menschen an meiner Seite fiel das mit dem Kreativworkhop wirklich leicht. War aber trotzdem sehr anstrengend. Was dann nach 4 Tagen zu einem vollen Kopf und viel positiver Energie geführt hat... so ging es dann am Donnerstag im doppelten Sinne vollgepackt wieder nach Hause. 

Und bevor es nun am Dienstag direkt weitergeht - diesmal nach Wuppertal (ja, auch dienstlich, ja, der Kalender meint es ernst mit mir) - habe ich mir eine kurze Stippvisite zu Hause gegönnt. Ankommen, Koffer abstellen, Schuhe aus,  Coco kuscheln, einmal tief durchatmen – und dann schnurstracks in den Garten. Ich musste ja nach dem Rechten sehen. Und was soll ich sagen?

Mein persönlicher Maulwurf war… nunja… hoch motiviert. Sehr, sehr fleißig. Er erfreute mich mit jeder Menge neuer Hügel, neuer Streckenführungen und verfolgt vermutlich ein ambitioniertes Gesamtprojekt (dessen Schönheit sich mir als Laien wohl noch nicht erschlossen hat). Ich habe ihm innerlich für seinen Einsatz gedankt und beschlossen, das Thema erstmal zu ignorieren – was erfahrungsgemäß sowieso die einzig realistische Strategie ist. Die Vögelchen dagegen waren von der Tatsache begeistert, dass ich sofort ihren Futter- und Wasservorrat aufgefüllt habe. Sie machten sich spontan über beides her. Begleitet von fröhlichem Zwitschern, Flattern und Plustern 🩷

Und dann war da zwischendurch noch ein ganz besonderer und sehr vertrauter Gast: Meine liebe Olga war endlich wieder zu Hause. Diesmal bin ich mir ziemlich sicher, dass sie es war – denn so eine wohlgenährte Taube sieht man wirklich nicht alle Tage. Sie saß an ihrem Lieblingsplatz in einer Ruhe und Selbstverständlichkeit und mit einem Blick, der mich mitten ins Herz getroffen hat. Offenbar geht es ihr gut und ihr Appetit scheint ebenfalls noch ganz der alte zu sein. Das hat mich wirklich sehr gefreut und spontan glücklich gemacht. Und das ist ein gutes Stichwort zu etwas, das mich in den letzten knapp zwei Jahren ebenfalls sehr glücklich gemacht hat: mein freier Mittwoch – den ich jede Woche nach dem Motto: "nur schöne Dinge mit tollen Menschen" zelebriert habe.

Nun, ihr Lieben... der wird bald Geschichte sein. Ich habe mich nämlich entschieden, wieder Vollzeit zu arbeiten. Das ist kein Schnellschuss, sondern eine bewusste Entscheidung aus mehreren Gründen. Ein paar davon haben mit den Dingen zu tun, über die ich in den letzten Wochen intensiv nachgedacht habe. Andere sind ganz schlicht: In meinem Job ist gerade unglaublich viel los und er macht mir wirklich große Freude. So viel, dass sich dieser Tausch im Moment genau richtig anfühlt.

In den letzten Tagen habe ich neben dem Arbeiten und Denken auch sehr viel telefoniert. Viele Gespräche mit lieben Menschen geführt. Gute Nachrichten gehört und leider auch nicht so gute. Gespräche, die nachhallen, die einen noch ein bisschen beschäftigen, wenn das Telefon längst wieder aufgelegt ist. Gespräche, die mich traurig gemacht haben und gleichzeitig dankbar... Insgesamt bin ich gerade also ziemlich mit mir selbst beschäftigt – am Nachdenken, Abwägen, Sortieren... Entscheidungen treffen. 

Und, als wäre das nicht schon genug Veränderung: habe ich in den letzten Tagen erstaunlich gesund gelebt. Wirklich! Viel frisches Essen, bewusst, ordentlich – ich erkenne mich teilweise selbst kaum wieder. Passend dazu sammle ich nicht nur Schritte, sondern auch fleißig Rezepte, damit mein Gemüse im Sommer nicht nur wächst, sondern auch sinnvoll und lecker verwertet wird. Man will ja vorbereitet sein - und trotzdem realistisch bleiben.😉

Die letzten zwei Tage "Heimaturlaub" habe ich außerdem damit verbracht, meinen Garten zu "entweihnachten". Lichterketten, Deko und unzählige Kugeln eingesammelt, Engel verabschiedet, alles fein säuberlich zusammengesucht und sortiert... in Kisten gepackt und geschleppt... und als alle Kisten prall gefüllt waren... stand ich dann da mit sehr viel Weihnachtsdeko – und ohne eine einzige leere Kiste. Der Garten ist jetzt also offiziell weihnachtsfrei - bis auf ein paar "Überbleibsel" um die ich mich später kümmern werde. Und wer weiß? Vielleicht kommen die leeren Weihnachtskisten ja irgendwann wieder nach Hause, wenn ich auch wieder da bin. Vielleicht sind sie aber auch im Eifer des Gefechts abhanden gekommen...(oder ich habe mal wieder zu viel Deko gekauft). 😉

Und während ich da so zwischen Deko, Erde und Gedanken im Garten stand, habe ich sie entdeckt: die ersten kleinen Anzeichen des Frühlings. Ein Gänseblümchen, ein paar zarte Knospen... Einfach so...  Unauffällig, tapfer und wunderschön. Am Samstag habe  ich mir dann gleich noch ein paar Blümchen gekauft – nur für mich und einfach nur so. Denn ich kann euch kaum sagen, wie sehr ich mich auf den Frühling freue... es wird wirklich Zeit. 

Jetzt sitze ich hier, zwischen gepackten Taschen, Gartenblick, gesunder Küche, Frühlingssehnsucht und einem Haufen weihnachtlich dekorierter „Ich-räum-das-später-weg“-Ecken, und dachte mir: Es ist Zeit, mal wieder hallo zu sagen. Ich bin noch da. Der Garten auch. Der Maulwurf sowieso. Und Olga offenbar ebenfalls. 

Und falls ihr euch fragt, wie gut mein Ordnungsmanagement aktuell wirklich ist: Es ist fast Februar, der Frühling klopft vorsichtig an – und Weihnachten sucht immer noch seine Kiste. 

Ich trinke jetzt erstmal gemütlich einen Kaffee und dann muss ich im mich ausnahmsweise mal dem Erstwohnsitz widmen. Denn dort schaffst sich die Ordnung leider auch nicht von alleine und ich habe heute ausnahmsweise einen freien Montag 😉Ich wünsche euch einen schönen Tag und schicke liebe Grüße. Bis bald 🩷

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