Und ein bisschen weiser...

Veröffentlicht am 11. Februar 2026 um 07:42

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser 🌸 Gestern war so ein Tag, an dem nicht wirklich viel passiert ist und dennoch einiges durcheinandergeriet. Gedanken, Gefühle – und auch die Zeit... und außerdem musste ich mich mal wieder (entgegen meines anhaltenden Vorhabens) so richtig aufregen... ja, ihr habt richtig gelesen und ich habe es offiziell und öffentlich zugegeben. Denn ich möchte ja ehrlich sein und euch auch an meinen Rückschlägen teilhaben lassen. 

Ich hatte mich also gestern ziemlich aufgeregt. Ziemlich sehr sogar und im Laufe des Tages gleich mehrfach - hauptsächlich über mich und ... Vodafone... Mein Kontakt zu dieser Ansammlung von... (ich möchte das Wort nicht schreiben) ... endete (zum wiederholten Male) in einem Kundenservice, der diesen Namen nichtmal im Ansatz verdient hat. Und weil ich das eigentlich schon erwartet hatte, hatte ich mir ganz fest vorgenommen, ruhig zu bleiben. Gelassen. Sachlich.

Das gelang vielleicht halbwegs nach außen, innerlich hätte ich aber vermutlich genug Energie gehabt, um eine Rakete spontan zu starten  .. und weil ich mich nicht schon wieder aufregen möchte... lasse ich das Thema und sage nur, dass ich mich absolut zu Recht aufregen musste - über verschiedene Menschen, Situationen und (was am ärgerlichsten war) über mich - mir das am Ende des Tages aber absolut nichts gebracht hat 😉

Vor dem Aufregen startete mein Dienstag erstmal recht entspannt im neu ausgestatteten Garten-Homeoffice. Bekanntlich ein sehr guter Ort, an dem ich mich absolut wohlfühle (zumindest wenn der Ofen funktioniert). Und so war es auch gestern... ein leckerer Morgenkaffee auf der Bank, zwei Amselmännchen, die sich immernoch um meinen Garten stritten... leichter Nieselregen, grauer Himmel über grauer Landschaft... da fiel es gar nicht allzu schwer, sich nach drinnen zu begeben und in die Arbeit zu stürzen... 

In der Mittagspause nutzte ich dann die Regenpause und ging ins Gewächshaus, um zu gießen und nach dem Rechten zu sehen. Und wurde mir jeder Menge frischem Grün überrascht 🥰 Die ersten Triebe... ganz klein.. ganz zart. Und einfach nur eine Wohltat für meine Augen und mein Gärtnerinnenherz.💚

Ich freute mich über diesen kleinen Moment, vergaß den Ärger und ging mit einem Lächeln zurück zum Haus... während ich mir vorstellte, wie mein Garten in ein paar Wochen aussehen und wie glücklich mich das machen würde. Ich erinnerte mich an die Farben, das Summen und Brummen... an die unzähligen schönen Dinge, dle ich bereits im Garten erlebt habe und die mich noch erwarten... da ...   fiel es mir plötzlich ein... ich hatte ein wichtiges Jubiläum vergessen. Das Jubiläum eines wirklich besonderen Ereignisses, das es nur einmal im Leben geben kann...

Vor etwas mehr als zwei Jahren ist mein erstes Buch, das "Tagebuch einer Kleingärtnerin" mit dem Untertitel "Vom Suchen und Finden des Glücks"  erschienen. Für mich ein unfassbares Ereignis, das definitiv zu den Highlights meines nicht mehr ganz so kurzen Lebens gehört. Und ein gedruckter Traum, den ich mir selbst erfüllt habe. 

Ich erinnere mich sehr genau an dieses Gefühl damals. Als ich das Manuskript eingereicht hatte. An dieses Zittern zwischen Hoffnung und Angst. Und natürlich an den Moment, als ich das erste gedruckte Exemplar in den Händen hielt. Ungläubig. Still... daran, wie ich zum ersten Mal meinen Namen gegoogelt und unzählige Ergebnisse und sogar Bilder von mir gesehen habe .. An den Moment, wo ich mein Buch bei Amazon sah und daran, dass ich tatsächlich über mehrere Tage auf Platz 1 einer Bestsellerliste stand 🤣

Verrückt. Verrückt schön. Und irgendwie unglaublich, dass das bereits zwei Jahre her ist... Seitdem ist viel passiert.

Zwei weitere Bücher sind erschienen.

Ich habe drei Autorenlesungen machen dürfen.

Ich habe unzählige Geschichten veröffentlicht.

Mein Leben ging weiter und hat mich herausgefordert. Es gab Rückschläge, Abschiede, Verzweiflung und Angst. Jede Menge Regentage und zwischendurch auch die Frage, ob ich mein Glück bereits wieder verloren habe, kurz nachdem ich es endlich gefunden hatte. 

Aber das war nicht so. Ich habe nur die Gelegenheit bekommen, weiter zu wachsen und an mir zu arbeiten. Und auch heute bin ich nicht jeden Tag glücklich. Aber ich arbeite weiter an mir. Bin dankbar für alles, was ich habe und freue mich auf das, was noch kommen mag. Und vielleicht... bin ich auch ein bisschen weiser geworden. Zumindest habe ich eine Weisheit absolut  verstanden und verinnerlicht:

Es gibt genau eine Person, die mich wirklich und nachhaltig glücklich machen kann. Eine einzige. Ich sehe sie jeden Morgen im Spiegel und lächle sie an - auch wenn sie in den letzten zwei Jahren sichtbar älter geworden ist.😉

Ich halte also fest:

Die zwei Jahre seit der Veröffentlichung meines Tagebuchs haben mich reifen lassen. Vielleicht auch ein bisschen weiser gemacht. Und auch wenn das Buch kein Bestseller geworden ist – es ist über 200 Mal verkauft worden. Und hat einige Menschen inspiriert und zumindest für einen Moment glücklich gemacht.  Und es hat mich glücklich gemacht.

Was am Ende der eigentliche Gewinn ist. 🌱 Neben einer weiteren Erkenntnis:„Vielleicht ist das Glück nichts, das man findet. Vielleicht ist es etwas, das entsteht, während man weitergeht.“

Und jetzt gibt's einen Morgenkaffee und einen der letzten freien Mittwoche... habt einen schönen Tag und lasst es euch gut gehen. Falls ihr ein Buch dazu braucht, schaut mal bei Pieper Bücher vorbei. 🩷 Bis bald. 

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