Lieb, dass ihr fragt...

Veröffentlicht am 12. April 2026 um 11:34

... ich lebe noch und bin weder von Aliens entführt worden, noch heimlich nach England durchgebrannt. Dennoch gab es gewisse Gründe, aus denen es hier in den letzten Tagen ungewöhnlich still geblieben ist. Man könnte sie mit dreimal "O" abkürzen: Ostern, On Tour, Out of Order...

Aber erstmal wünsche ich euch, liebe Leserinnen und liebe Leser einen schönen guten Morgen 🩷 Ich hoffe, dass es euch gut geht und ihr eine gute Zeit hattet. Das kann ich von mir ehrlich gesagt nicht behaupten, aber auch das gehört zum Leben im Kleingarten. Und deshalb berichte ich euch von einer verrückten Woche, in der ich sehr fleißig Bauchmuskeln trainiert und dabei sehr viel gelegen habe...

Am Ostermontag ging es aber erstmal Richtung Radevormwald, wo ich einen dienstlichen Termin hatte. Die Fahrt gestaltete sich sehr angenehm und nach ein paar Stunden in netter Gesellschaft wollte ich dann mein Zimmer in der Fachakademie beziehen. Zuvor musste ich aber eine kleine Challange in Form eines Schlüsselsafes meistern. Was mir erst nach mehreren Versuchen und einer Unterhaltung mit Chatty gelang... dann war ich drin und erstmal alleine. Was irgendwie ein bisschen seltsam war. Aber auch kein großes Problem für mich. Ich neige nämlich generell nicht dazu, ängstlich zu sein. 

Am nächsten Tag hatte ich dann Gesellschaft, eine kreative und erfolgreiche Arbeitstagung und die Gewissheit, am nächsten Tag im Hellen nach Hause fahren zu können. Und noch bevor ich mir richtig überlegen konnte, was ich mit dem Abend anfangen sollte, nahm das Elend seinen Lauf. Mich fiel spontan etwas an. Etwas, das sich anfühlte, als wären gleich mehrere Busse über mich gefahren. Eine bleierne Müdigkeit in Kombination mit Schüttelfrost und Schmerzen am ganzen Körper. Und das Ganze gekrönt von einem Husten, der mir die Tränen übers Gesicht laufen ließ. 

Ich dachte tatsächlich darüber nach, mein Testament zu machen. Aber dazu war ich sowieso nicht in der Lage. Und so legte ich mich komplett bekleidet aufs Bett, deckte mich mit der Decke und dem Duschhandtuch zu und hoffte auf eine wundersame Spontanheilung. 

Doch die gab es (natürlich) nicht. Und nach einer Nacht, die locker für einen Horrorfilm gereicht hätte, folgte dann die "Fahrt des Grauens". Denn fest stand ja, dass ich irgendwie nach Hause musste. Auch wenn die Umstände deutlich erschwert waren... irgendwie schaffte ich es, mein Köfferchen und mich ins Auto zu befördern und fuhr ohne Kaffee, Frühstück oder ähnliches los. Mit Sitzheizung, Lenkradheizung, Klimaanlage auf 27 Grad und der Aussicht auf 4 Stunden Fahrt... 

Vielleicht könnt ihr euch in etwa vorstellen, was für ein Gefühl das war und wie viel Verzweiflung man empfinden kann, wenn die zu fahrenden Kilometer einfach nicht weniger werden wollen... und wenn das Navi zusätzlich beschließt, einen durch Belgien, Frankreich und Luxemburg zu manövrieren... 

Am Ende bin ich dann angekommen. In einem Zustand den man wohlwollend als lebendig bezeichnen kann. Angefühlt hat er sich jedoch deutlich anders. Und das hielt dann für exakt 3 Tage an. Drei Tage im Bett, ohne Essen, ohne die geringste Energie irgendetwas zu tun, außer zu überleben. Während der Husten mit der Zeit Bauchmuskeln entstehen ließ...

Und dann... ging es irgendwann aufwärts. Und gestern bin ich aufgestanden. Habe es sogar in den Garten geschafft. Was sich angefühlt hat, als hätte ich einen Dreitausender bestiegen (nicht, dass ich das wirklich beurteilen könnte)... der Anblick der wilden Farbenpracht um mich herum hat mich spontan ein bisschen froh gemacht. Meine liebe Olga, die beiden bekloppten Amseln und all die anderen Vögelchen haben das Übrige getan. Und ich habe mal wieder festgestellt, dass mein Garten Zauberkräfte hat. 

Jetzt sitze ich hier auf der Lieblingsbank und trinke Morgenkaffee, der noch nicht ganz so schmeckt, wie er soll. Und freue mich, dass diese Woche hinter mir liegt. Und darauf, dass ich hoffentlich bis Freitag wieder richtig fit sein werde. Denn dann... geht's endlich nach England und Cornwall. Was ich mir meiner Meinung nach jetzt mehr als verdient habe 🤣

Ich sage also vorsorglich schon mal Tschüss und werde euch ganz bestimmt von der Reise berichten. Vielleicht zwischendurch, vielleicht aber erst danach. We will see 😉 Drückt mir bitte die Daumen, dass nichts mehr schiefgehen wird. Und passt auf euch auf. Mir ist mal wieder deutlich klar geworden, dass Gesundheit das Wichtigste ist, was wir haben 💚

 

 

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