„Traditionen sind die Spuren, die wir im Leben hinterlassen – für uns selbst und für andere.“ – Unbekannt
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🌷Gestern habt ihr mich vielleicht vermisst. Aber irgendwie hatte ich weder Zeit noch wirklich Lust, zu schreiben. Das kommt ab und zu mal vor - auch wenn ich bekanntlich großen Wert auf Traditionen lege. Und weil das so ist, möchte ich mich heute mal diesem Thema widmen: Traditionen. Was ist das eigentlich?
Laut Google sind Traditionen eigentlich nichts Großes oder Starres. Es sind die kleinen Dinge, die wir immer wieder tun, oft ganz unbewusst. Ein bestimmtes Essen, ein besonderes Ritual, Dinge, die wir wiederholen - meist zu bestimmten Zeiten oder Anlässen.
Und genau dadurch bekommen sie Bedeutung. Weil sie sich wiederholen... weil sie verbinden... weil sie Erinnerungen schaffen. Traditionen geben uns ein Gefühl von Zuhause – egal, wo wir gerade sind. Und manchmal merkt man erst, wie wichtig sie sind, wenn sie plötzlich ausbleiben oder fehlen.
Mein Wochenende hatte ein paar kleine Traditionen zu bieten und ich könnte mir vorstellen, dass es bei euch ähnlich war. Wenn ja, dann lasst uns gerne daran teilhaben und erzählt davon 🩷
Jetzt nehme ich euch aber erstmal mit in meinen Samstag, der genau so war, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich habe ihn nämlich fast komplett im Garten verbracht. Morgens war ich allerdings erstmal einkaufen und dabei (leider) auch noch im Gartencenter meiner Wahl. Denn ich hatte eine Mission. Ich wollte ein paar Kräuter kaufen, damit meine Kräuterspirale endlich ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt werden kann, nachdem ich sie jetzt erstmal von Unkraut befreit habe.
Neben den Kräutern sind dann noch ein paar Blümchen in meinen Wagen gehüpft. Ihr kennt das ja bereits und könnt es bestimmt nachvollziehen 😉 Nachdem ich meine "Beute" im Auto verstaut hatte, habe ich alles in den Garten geschleppt, ein bisschen gegossen, sortiert und mal wieder Unkraut gezupft... dann war ich noch kurz auf der Feler zum dritten Geburtstag meines jüngsten Gartennachbarn, der mich spontan eingeladen hatte. Und denke gerade, dass das mit dem Geburtstagfeiern wohl eine der am weitesten verbreiteten Traditionen ist 😉
Und dann hatte ich selbst Besuch. Meine liebe Nachbarin kam vorbei und wir haben zusammen Kaffee getrunken und ein Stück Kuchen gegessen. Und etwas, das sie mir mitgebracht hatte. Halva - ein Dessert aus ihrer Heimat, das sie bereits für ihre Kinder zubereitet hatte. Selbst gemacht, farblich passend ausgesucht und wunderschön gärtnerisch dekoriert. Sozusagen eine essbare Tradition und eine Geste, die mich gerührt hat.
Wir saßen also in der Sonne, haben Musik gehört, die Süßspeisen genossen, über dies und das geredet und hatten einfach eine sehr schöne, entspannte Zeit.
Und irgendwie habe ich in dem Moment gedacht, dass auch das schon so etwas wie eine kleine Tradition ist. Diese Nachmittage im Garten, mit Kaffee, etwas Süßem und guten Gesprächen mit lieben Menschen 🩷
Danach hatte ich noch ein bisschen was zu tun. Pflanzen einpfanzen, den Rest der Pflanzen gießen und... telefonieren 😉Und dann habe ich den Tag ganz gemütlich auf meiner Lieblingsbank ausklingen lassen. Ich habe dort gesessen und die Steine betrachtet, die ich in meinem Englandurlaub am Meer gesammelt hatte (wie ihr seht, bin ich immernoch nicht darüber hinweg und das ist auch gut so 😉).
Das mit den Steinen ist eine weitere lieb gewonnene Tradition, die ich schon als Kind begonnen habe. Immer dann, wenn ich irgendwo am Meer war, habe ich besonders schöne Steine ausgesucht und mit nach Hause genommen. Und diese hier fühlen sich - auch wenn man es kaum glauben kann - ganz besonders weich an. Und wenn ich sie so anschaue oder in die Hand nehme, bin ich sofort wieder dort. Am Meer. In England. Und denke an meine wunderschöne Zeit zurück.
Am Sonntag war dann Familiensonntag - was ihr vermutlich bereits als eine meiner Traditionen identifiziert habt 1😉 Er begann natürlich im Garten, wo ich die restlichen Pflanzen und Kräuter eingepflanzt habe. Und mich über den Anblick meiner gefüllten und wunderschönen (rostigen) Kräuterspirale gefreut habe.
Und anschließend hatte ich dann einen besonderen Familientag - der anlässlich des Geburtstags meines Schwagers etwas ausführlicher ausfiel, als üblich. Wir saßen draußen, haben gegrillt und das schöne Wetter genossen. Und erneut muss ich Petrus ein dickes Lob aussprechen, denn er hat uns keinen Regen geschickt, obwohl der eigentlich gemeldet war... auch solche Familienfeste sind bei uns eine Tradition. Diese Tage, an denen jeder etwas mitbringt, an denen man zusammensitzt, isst, lacht und einfach Zeit miteinander verbringt.
Nachdem die Feier zu ende war, habe ich den Tag in meinem Garten ausklingen lassen. Habe die letzten Sonnenstrahlen genossen und mich über ein entspanntes und sehr schönes Wochenende gefreut.
Und jetzt geht eine neue Woche los, für die tatsächlich Regen gemeldet ist. Und ausnahmsweise möchte ich Petrus sagen, dass ich absolut damit einverstanden wäre, denn die Natur hat es tatsächlich dringend nötig.
Ich wünsche euch einen guten Start in den Tag und in die Woche 💚
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