„Manchmal schenkt uns das Leben die schönsten Freundschaften genau dort, wo wir sie am wenigsten erwarten.“
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Gestern war ein besonderer Dienstag. Nicht nur, weil es mein vorletzter Arbeitstag vor dem Sommerurlaub war, sondern vor allem, weil ich endlich meine Busenfreundin wiedergesehen habe. Und hier ist der Name übrigens tatsächlich Programm...
Kennengelernt haben wir uns vor knapp zwei Jahren im Krankenhaus. Kein Ort, an dem man freiwillig neue Freundschaften schließen möchte. Auch der Anlass war alles andere als schön - und hatte mit unserem Busen zu tun. Mehr möchte ich dazu gar nicht erzählen. Viel wichtiger ist nämlich etwas anderes.
Manchmal begegnet einem ein Mensch und man weiß schon nach wenigen Minuten: Das passt einfach. Genau so war es bei uns. Auch wenn wir beide nicht ganz fit und vielleicht auch ein bisschen benebelt waren. Wir haben uns nämlich ein Krankenzimmer geteilt, den besten Arzt der Welt und eine Zeit, die eigentlich schwer hätte sein müssen. Stattdessen wurde sie durch unsere vielen Gespräche, das gemeinsame Lachen und unseren manchmal ziemlich schrägen Humor deutlich leichter.
Heute weiß ich: wir haben damals nicht nur ein Zimmer miteinander geteilt, sondern irgendwie auch ein Stück unseres Lebens - das zum Glück hinter uns liegt.
Schon bei der Entlassung und einer sehr innigen Umarmung war uns beiden aber klar, dass wir in Kontakt bleiben möchten. Und das haben wir auch gemacht. Was wir bisher allerdings nicht geschafft hatten, war ein Wiedersehen.
Und das sollte sich gestern ändern. Endlich...
Nach einem Termin meiner Busenfreundin und meinem Feierabend haben wir uns im Garten getroffen. Und gleich nach der ersten herzlichen Umarmung war sofort klar, dass die Zeit dazwischen überhaupt keine Rolle gespielt hat. Es fühlte sich an, als hätten wir uns erst letzte Woche gesehen. 🩷
Trotzdem gab es natürlich viel zu erzählen. Und das haben wir dann auch gemacht... wir haben über ernste Dinge gesprochen, über lustige Dinge und über all das, was das Leben in den vergangenen Monaten so mit uns angestellt hat.
Natürlich gab es zur Feier des Tages auch ein Gurkenwasser. Wobei das Glas meines Gastes anfangs noch mit einer gewissen Skepsis betrachtet wurde... Ich kenne diesen Blick inzwischen ziemlich gut und weiß, dass danach meistens eine positive Wendung folgt. Und so war es dann auch gestern. Ich werte das einfach mal als kleinen persönlichen Erfolg und ein 1 zu 0 für das Gurkenwasser 😉
Anschließend bräuchte es dann eine kleine Stärkung. Und wir haben gemeinsam wir ein kleines Buffet gezaubert und abschließend gemütlich gegessen. Zum Abschluss des Tages durfte natürlich auch eine ausgiebige Gartenführung nicht fehlen. Die Sonne hatte sich inzwischen hinter den Wolken versteckt. Wofür ich ihr ehrlich gesagt sogar ein bisschen dankbar war. 😉
Und damit kommen wir zu einem Thema, das mich seit Tagen beschäftigt. Ein Thema, das zwischendurch wirklich zu einem unangenehmen Thema geworden ist und über das ich schon länger mit euch reden wollte... Meine Zucchinis 🤣
Ich glaube, ich hätte ihnen inzwischen problemlos einen eigenen Blogbeitrag widmen können... vor einigen Monaten hatte ich nämlich die glorreiche Idee, zwei Zucchinipflanzen in mein Hochbeet zu setzen. Nicht etwa, weil ich Zucchini besonders liebe. Ganz im Gegenteil. Ich mag sie überhaupt nicht. Aber alle anderen Gemüsepflanzen, die ich unbedingt haben wollte, waren bereits eingepflanzt und es gab noch Platz im Hochbeet. Also mussten eben noch zwei Zucchinipflanzen dazu.
Heute weiß ich, dass zwei Zucchinipflanzen offenbar ausreichen, um ein komplettes Hochbeet zu übernehmen. Sie haben sämtliche Nachbarn verdrängt und produzieren Früchte, bei denen man sich ernsthaft fragt, ob sie nachts heimlich trainieren. Das eigentliche Problem ist allerdings ein anderes..
Ich bekomme sie einfach nicht verschenkt. In den vergangenen Tagen habe ich gefühlt jeden gefragt, der nicht schnell genug weggelaufen ist. "Magst du Zucchini?" Die Reaktion war jedes Mal dieselbe. Ein freundliches Lächeln, leicht entgleiste Gesichtszüge und ein sehr höfliches, aber ebenso entschlossenes: "Nein."
Und irgendwann habe ich mich ernsthaft gefragt, ob es überhaupt Menschen gibt, die freiwillig Zucchini essen? Ich hatte bereits die Theorie, dass es niemanden gibt, der Zucchini mag. Bis etwas Überraschendes passierte...
Kurz bevor meine Busenfreundin gestern nach Hause fahren wollte, habe ich einen letzten Versuch gestartet. "Du... magst nicht zufällig Zucchini?" Sie schaute mich an, grinste und antwortete ohne eine Sekunde zu überlegen: "Sehr gerne."
Und ich konnte mein Glück kaum fassen.🤣 Keine fünf Minuten später standen wir gemeinsam am Hochbeet und ich durfte zwei wunderschöne Prachtexemplare ernten. Eine gelbe und eine grüne. Ich habe damit einen Menschen glücklich gemacht, den ich sehr gerne mag. Und das wiederum hat mich glücklich gemacht. Natürlich auch ein kleines bisschen deshalb, weil ich jetzt zwei Zucchini weniger habe. Ich hatte, glaube ich, schon erwähnt, dass ich sie wirklich nicht mag.
Umso schöner finde ich den Gedanken, dass diese beiden Prachtexemplare jetzt ein Zuhause gefunden haben, in dem sie nicht nur geduldet, sondern tatsächlich geschätzt werden.
Nachdem meine Zucchini-Liebhaberin sich auf den Heimweg gemacht hatte, habe ich noch ein bisschen aufgeräumt und den Tag ganz in Ruhe ausklingen lassen. Und mal wieder etwas gefunden, für das ich sehr dankbar bin. Ich bin sehr dankbar für diese Begegnung. Denn manchmal schenkt uns das Leben Menschen genau dann, wenn wir sie am meisten brauchen. Und manchmal bleiben genau diese Menschen, obwohl sie ursprünglich nur für einen kurzen Abschnitt gedacht waren.
Und jetzt, ihr Lieben habe ich noch einen kleinen Aufruf: Falls jemand von euch Zucchini mag: möge er oder sie sich melden. Mein Hochbeet ist ausgesprochen großzügig und sucht dringend weitere liebevolle Adoptivfamilien...
Jetzt wartet mein letzter Arbeitstag vor dem Sommerurlaub auf mich und es gibt noch einiges zu erledigen, bevor ich den Rechner zuklappe. Und morgen wird dann gepackt, der Garten versorgt, Coco verwöhnt und alles für den Urlaub vorbereitet. Am Freitagmorgen geht es dann endlich in aller Frühe Richtung Meer. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und passt gut auf euch auf. ❤️
PS: „Glück ist, wenn sich jemand ehrlich über deine Zucchini freut.“ 😄
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