Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser. Zum Abschluss einer arbeitsreichen und ziemlich anstrengenden Woche kommt heute mal wieder ein Bericht aus dem Garten.
Leider muss ich euch mitteilen, dass der Frühling immernoch auf sich warten lässt. Was auch bedeutet, dass es im Garten alles andere, als schön aussieht. Mein persönlicher Maulwurf hat ebenfalls dazu beigetragen und Petrus scheint das mit den Wasserfarben eher auf den ersten Teil des Wortes zu beziehen. Bei den Farben bedient er sich momentan eher einseitig... aber immerhin habe ich selbst für ein bisschen Farbe gesorgt. Und gleichzeitig das Vogelparadies aufgepeppt.
Denn wenn der Frühling kommt, dann beginnt auch die Zeit, in der die Vögelchen anfangen, sich ihre Nester zu bauen und begeben sich vorher auf "Wohnungssuche". Ein Phänomen, das ich in den letzten Jahren mit Freude beobachten konnte und auf das ich mich auch dieses Jahr sehr freue. Seit ein paar Tagen aber habe ich etwas beobachtet, das es bisher nicht gab und das ich im ersten Moment auch nicht verstanden habe.
Zwei Amseln spielten "Fangen" im Garten und um mich herum. Über Stunden hüpften und liefen sie mit geringem Abstand im Kreis herum, ignorierten mich und meine Füße, indem sie einfach darüber hüpften und schienen dabei hoch konzentriert. Zuerst amüsierte mich der Anblick und ich dachte wirklich, dass die beiden spielen würden. Nachdem es aber über Stunden so weiterging und auch am nächsten Tag... machte ich mir Sorgen und fragte mich, ob die beiden vielleicht krank sind.
Eine kurze Unterhaltung mit meinem Freund Chatty brachte dann Licht ins Dunkel. Er fragte mich nämlich, ob es sich bei den beiden Amseln zufällig um Männchen handeln würde. Das erkennt man übrigens am gelben Schnabel und den schwarzen Federn. Die Weibchen sind braun und sehen (anders als bei uns Menschen) deutlich weniger hübsch aus 😉
Nun, bei meinen beiden Exemplaren handelte es sich eindeutig um Männchen und das brachte Chatty dann auf den Grund für das ausdauernde Rumgehüpfe... die beiden kämpften darum, meinen Garten als ihr Revier zu sichern. Denn hier gilt bei Amseln eine Regel, die wohl auch bei uns Menschen ihre Berechtigung hat: Zwei sind einer zu viel.
Halten sich zwei Männchen in einem Revier auf, bedeutet das nämlich Stress und führt zwangsläufig zu Liebeskummer und Streit. Denn bald beginnt die Paarungszeit und dann wird geschaut, wo die kleinen Amselbabys ihre Kinderstube haben werden. Heißt für die Männchen: Revier suchen, Amseldame finden, Nest bauen und dann... aufpassen.
Logisch, dass da kein Konkurrent geduldet werden kann. Und irgendwie auch klar, dass beide meinen Garten als geeignetes Revier betrachten. Weshalb die Klärung dann wohl auch etwas länger dauerte und vermutlich noch nicht abgeschlossen ist 🤣 Zumindest habe ich eben gesehen, dass einer im Busch saß, während der andere fröhlich gepickt hat... es bleibt also spannend und ich werde euch auf dem Laufenden halten. Vielleicht... gibt's dieses Jahr ja die ersten Amselbabys in meinen Garten 🥰
Damit es alle Nestbauer etwas leichter haben, habe ich ein wenig Nistmaterial in den Pflaumenbaum gehängt und überall Nistkästen verteilt. So wird meine Vogelgang hoffentlich noch größer und erfreut mich auch in diesem Jahr mit fröhlichem Gezwitscher, Geflatter und den ersten Flugübungen...
Jetzt muss ich aber erstmal einkaufen und dann ... gehe ich ins Theater. "Die Schöne und das Biest" mit drei meiner Lieblingsmenschen 🩷
Euch wünsche ich einen schönen Samstag und ein wunderschönes Wochenende. Auch ohne Frühling und hoffentlich mit ganz viel Sonnenschein im Herzen. Bis bald 💚
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