Der sechste Sinn (und die Sache mit der Tischkante...)

Veröffentlicht am 21. Februar 2026 um 08:19

„Intuition ist die Kunst, ohne Angst auf sich selbst zu hören.“ – Unbekannt

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser❤️ Ich hoffe, ihr habt das Wochenende bereits eingeläutet und es geht euch gut? Leider kann ich das nicht von mir behaupten. Was vermutlich daran liegt, dass ich nicht auf meinen 6. Sinn gehört habe... aber dazu kommen wir erst später. 

Zuerst möchte ich euch von meinem Donnerstag erzählen, der als normaler Bürotag begonnen und mit einer schönen und lieb gewonnenen Tradition geendet hat: dem Heringsessen mit Gaby ❤️ Sie pflegt diese bereits, seit dem Jahr, in dem sich unsere beruflichen Wege gekreuzt haben und auch jetzt noch, wo sie sich bereits wieder getrennt habe.

Das finde ich nicht selbstverständlich und freue mich deshalb sehr darüber. Was nicht nur daran liegt, dass Gaby phänomenal leckere Heringe und Röstkartoffeln macht. 😉 Wir haben das Wiedersehen und die gemeinsame Zeit genossen, sehr viel geredet und gelacht und beschlossen, dass das nächste Treffen bei Sonnenschein stattfinden wird ☀️ Dafür wird es übrigens wirklich mal wieder Zeit...

Gestern war dann wieder Garten-Homeoffice angesagt und ich durfte mich live davon überzeugen, dass 3 Grad und Regen eine wirklich unangenehme Kombination darstellen... weshalb ich dann recht schnell nach drinnen geflohen bin. Und als ich das Gartenhaus betrat, blieb mein Blick an dem kleinen Holztisch hängen, der gleich neben dem Durchgang stand. Genauer gesagt an seiner sehr spitzen Kante... und ich dachte mir, dass es wohl ziemlich unangenehm wäre, wenn man da aus Versehen dagegenlaufen würde.

Das war so ein kleiner Gedanke, der auftaucht, nickt und dann wieder verschwindet, weil der Alltag lauter ist. Vielleicht war es auch dieser berühmte sechste Sinn. Dieses leise innere Warnschild, das nicht blinkt, sondern nur kurz aufscheint... was auch immer es war, ich habe es ignoriert und angefangen zu arbeiten. Termin um Termin, Kaffee um Kaffee bis... ja bis es  irgendwann plötzlich sehr kühl wurde im Homeoffice. Der Grund dafür war schnell gefunden und so beschloss ich, dass Zeit für Feierabend war und für eine neue Gasflasche.

Und dann kam es, wie es kommen musste... Mit dicken Wollstrümpfen an den Füßen und einer leeren Gasflasche in den Armen marschierte ich durchs Gartenhaus. Eine Kante im Durchgang, ein falscher Schritt – und ich, beziehungsweise ein Teil von mir prallte sehr plötzlich auf dem Boden auf. Der andere Teil zuerst auf besagter Kante (die übrigens mindestens so spitz ist, wie sie aussah) und gleich danach... auf der Kante der großen Gasflasche, die sich ebenfalls als sehr unnachgiebig und unangenehm erwies...

Ich blieb liegen. Voller Schmerz. Und mit diesem einen Gedanken vom Morgen im Kopf. Ohne Idee, wie ich eigentlich wieder hochkommen sollte. Unter Stöhnen gelang es mir dann irgendwann doch. Und als ich wieder atmen konnte und der Schwindel langsam nachließ, zog ich meinen Pulli hoch, um das Ausmaß des Desasters zu überprüfen... Ich betrachtete die sehr unschöne, sehr bunte und leicht blutende Blessur an meiner rechten Seite und dachte nur: selbst schuld... Hättest du mal besser auf dich gehört.

Und deshalb plädiere ich dafür, dass wir besser auf uns hören sollten. Denn manchmal ist dieser sechste Sinn ja da. Ganz klar. Ganz deutlich. Und trotzdem übergehen wir ihn. Weil wir funktionieren, weitermachen, Dinge erledigen wollen. Vielleicht sollten wir ihm öfter zuhören. Nicht aus Angst. Sondern aus Fürsorge. Für uns selbst. Hätte ich das gestern getan, dann wäre ich vermutlich trotzdem gestürzt, weil die Kombination aus Strümpfen, Flasche, Kante und Eile insgesamt ungünstig war - ich hätte mir aber zumindest den Sturz auf die Kante gespart. Und den riesigen Bluterguss, der die Schürfwunde bunt untermalt...

Nach meinem Stunt waren die geplanten Gartenarbeiten jedenfalls gestrichen und ich habe dann erstmal auf der Lieblingsbank gesessen und mich von dem Schrecken erholt. Später habe ich dann, mit kleinen Umwegen, noch eine neue gefüllte Gasflasche besorgt. Sie steht nun bereit. Und ich hoffe sehr, dass der nächste Transport ins Gartenhaus erfolgreicher verläuft. Den Tisch habe ich zwischenzeitlich woanders hin gestellt. In die Ecke, wo er sich jetzt hoffentlich erstmal schämt...

Viel mehr gibt es zu gestern nicht zu sagen. Bis auf die Tatsache, dass der Kampf der Amseln offenbar einen Gewinner hervorgebracht hat. Ihr seht den stolzen Verteidiger des Gartenrevlers im Bild. Genau wie Coco, die tollste Katze der Welt, die gestern Abend im übertragenen Sinne meine Wunden geleckt hat. 

Jetzt wünsche ich euch einen schönen Samstag ohne spitze Kanten und Stolperfallen. Bis bald ❤️

 

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