Beat it... 🩷

Veröffentlicht am 7. März 2026 um 10:12

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Ich schicke euch sonnige Grüße und ein paar Frühlingsgefühle aus dem Garten 🌸 Und möchte euch von einem ganz besonderen Abend erzählen, der mich sehr glücklich und gleichzeitig nachdenklich gemacht hat.

Gestern war Freitag und der begann ganz unspektakulär – mit einem kurzen Arbeitstag im Garten-Homeoffice. Der Kaffee stand wie immer griffbereit, irgendwo draußen zwitscherten die Vögel, und während ich meine Termine erledigte, wanderte mein Blick immer wieder aus dem Fenster. Dieses zarte Grün, das sich gerade überall zeigt, wirkt im März immer ein bisschen wie ein leises Versprechen und zeigt, dass wir auf einem wunderschönen Planeten leben, den die Natur zu einem ganz besonderen Platz macht. Auch wenn wir Menschen das zuweilen nicht zu schätzen wissen. Dazu kommen wir später noch...

Als der Arbeitstag beendet war, zog es mich natürlich noch einmal nach draußen. Bevor ich nach Hause ging, habe ich meinen Gartenweg vom Unkraut befreit. Das ist eine dieser Arbeiten, die mir keinen Spaß bereitet. Machen muss ich es trotzdem, sonst übernimmt das Unkraut irgendwann still und heimlich die Herrschaft.

Und während ich dort kniete und kleine grüne Eindringlinge aus der Erde beziehungsweise den Steinen zog, dachte ich mal wieder, dass Gartenarbeit eine erstaunlich gute Art ist, den Kopf frei zu bekommen.

Ein kappe Stunde später sah der Weg dann wieder ordentlich aus. Und ich hatte dieses kleine, zufriedene Gefühl, das man bekommt, wenn man etwas Einfaches erledigt hat und spontan ein Ergebnis sieht.

Zu Hause blieb allerdings nicht viel Zeit zum Ausruhen. Ich machte mich schnell fertig, denn am Abend stand etwas Besonderes auf dem Programm. Ich war mit meiner Schwester, meiner Schwägerin und einer Freundin im Michael-Jackson-Tribute-Musical. "BEAT IT"!

Schon als sich der Vorhang hob, war klar: Das würde kein gewöhnlicher Abend werden. Der Darsteller auf der Bühne sah Michael Jackson erstaunlich ähnlich. Die Bewegungen, die Stimme, die Energie – alles erinnerte an jemanden, der eigentlich schon lange nicht mehr unter uns ist. Und genau dieser Gedanke hat mich den ganzen Abend über begleitet.
Da steht ein Mensch auf der Bühne, der einen anderen Menschen verkörpert, der längst gestorben ist – und trotzdem lebt dessen Musik weiter. Seine Lieder, seine Botschaften, seine Energie. 

Das hat mich sehr beeindruckt, auch wenn ich zum Original keine anschließende Meinung habe. Allerdings denke ich, dass Michael ein sehr unglücklicher Mensch gewesen sein muss und uns nicht nur Musik hinterlassen hat, sondern sehr viel mehr. Spätestens beim „Earth Song“, bekam ich zum ersten Mal Gänsehaut. Dieses Lied ist mehr als nur ein Popsong. Es ist ein eindringlicher Appell an die Menschheit, an unseren Umgang mit der Erde, mit der Natur, mit dem Leben selbst. Michael Jackson hat darin die Zerstörung der Umwelt, Kriege und menschliches Leid angeklagt – und gleichzeitig gefragt:
„What have we done to the world?“

Eine Frage, die heute fast noch aktueller klingt als damals und die mich traurig macht. Denn so richtig stolz können wir Menschen wohl nicht auf uns sein. Und gerade im Moment zeigt sich das mal wieder sehr deutlich... 😞

Später kam dann zum Abschluss des Musicals „Heal the World“ - auf das ich den ganzen Abend gewartet hatte... Ein Lied, das eigentlich ganz leise beginnt und doch eine unglaublich große Botschaft trägt. Es geht darum, die Welt zu einem besseren Ort zu machen – für uns und für die Generationen nach uns.
Für einen Moment saß ich dort im Theater und dachte:
Wie verrückt ist das eigentlich, dass diese Worte heute wieder so gut passen? Vielleicht sogar besser als jemals zuvor.

Und gleichzeitig steckt in diesen Liedern etwas sehr Hoffnungsvolles. Denn sie erinnern uns daran, dass Veränderung möglich ist – wenn Menschen anfangen, mit Mitgefühl zu handeln.

Michael Jackson selbst hat einmal gesagt:  „If you want to make the world a better place, take a look at yourself and make a change.“

Das wäre vermutlich ein sehr guter Anfang. Und wenn nur ein Teil der unzähligen Menschen mitmachen würden, dann hätten wir wohl eine realistische Chance...

Auf der Heimfahrt musste ich noch eine ganze Weile über diesen Abend nachdenken. Darüber, dass Musik manchmal etwas schafft, was sonst kaum gelingt: Sie bringt Menschen dazu, für einen Moment innezuhalten. Michael Jackson hat in vielen seiner Lieder über Dinge gesungen, die eigentlich ganz einfach klingen – und gleichzeitig unglaublich groß sind:

Mitgefühl. Verantwortung. Menschlichkeit. Beim „Earth Song“ geht es um unsere Erde, um die Frage, was wir eigentlich mit ihr machen. „Heal the World“ geht noch einen Schritt weiter. Da steckt dieser leise, aber sehr klare Gedanke drin, dass die Welt tatsächlich ein besserer Ort werden kann, wenn Menschen anfangen, freundlicher miteinander umzugehen. Und dann gibt es da noch „Beat It“.

Ein Lied, das auf den ersten Blick einfach nur ein großartiger Popsong ist. Aber eigentlich erzählt es etwas sehr Kluges:
Dass man Konflikten manchmal am besten entgeht, indem man eben nicht mitmacht. Dass Stärke nicht immer darin liegt, zu kämpfen – sondern manchmal darin, einfach einen Schritt zur Seite zu gehen.

Wenn man so darüber nachdenkt, steckt in diesen drei Liedern eigentlich ein ziemlich guter Plan für die Welt. Kümmere dich um die Erde. Sei freundlich zu anderen. Und hört auf, ständig gegeneinander zu kämpfen. Gar nicht so kompliziert.

Und während ich später im Bett lag, dachte ich: Vielleicht beginnt dieses „Heal the World“ ja gar nicht mit großen Gesten. Vielleicht beginnt es mit kleinen Dingen. Mit einem freundlichen Wort. Mit einem gemeinsamen Abend mit Menschen, die man mag. Mit Musik, die uns daran erinnert, dass wir alle Teil derselben Welt sind. Und damit, eben nicht mitzumachen, wenn Hass zum Mitmachen aufruft... 

 "Music can change the world because it can change people.“ — Bono

Und wenn ein Lied unser Herz berührt, dann ist das vielleicht schon der erste Schritt.

Jetzt wünsche ich euch einen schönen Samstag und viel Spaß bei allem, was ihr vorhabt. Bei mir steht am Abend schon wieder ein kleines Highlight an 😉

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