„Erinnerung ist das Tagebuch, das wir immer bei uns tragen.“ – Oscar Wilde
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Und herzlich willkommen im Mai 🌸
Ich bin irgendwie noch nicht wirklich angekommen, sondern ein kleines bisschen hängengeblieben. Irgendwo zwischen Cornwall, Devon und London. Zwischen Meer, Klippen und Wind. Und auch wenn ich längst wieder hier bin - mit meinem Morgenkaffee auf der Lieblingsbank - fühlt es sich so an, als wäre ein Teil von mir einfach dort geblieben.
Und so verging eine arbeitsreiche Woche wie im Flug. Nach Feierabend ging es jeden Tag in den Garten. Mission: Urwald zähmen und Wiese in Rasen verwandeln (allerdings keinen englischen 😉). Und so zog ich Runde für Runde, Bahn für Bahn… während das hohe Gras großen Widerstand leistete und mein Elektrorasenmäher an seine Grenzen kam...
Aber irgendwann wurde aus dem Mähen mehr als nur Gartenarbeit. Es wurde eher zur Meditation. So eine ganz eigene Form von Ankommen - oder auch Hängenbleiben. Denn während ich da so meine Bahnen gezogen habe, sind meine Gedanken losgezogen. Zurück an die Küste. Zu diesem Wind, der einem durchs Haar streicht. Zu diesen Momenten, die sich tief in meinem Herzen niedergelassen haben.
Wenn ich euch dazu ein Bild malen würde, dann wäre es dieses:
Ein Garten im Abendlicht. Das Gras frisch gemäht, aber nicht überall. Kleine Inseln sind stehen geblieben. Inseln aus Blumen und Gräsern. Wild. Bunt. Lebendig. Es summt ganz leise. Und mittendrin jemand, der langsam seine Bahnen zieht – während die Gedanken über Klippen wandern und aufs Meer schauen.
Und ich glaube, dass es genau das ist, was ich so mag. Diese kleinen Inseln... im Garten..und im Kopf.
Meine Blümcheninseln dürfen ja jedes Jahr bleiben. Für die Bienchen, die Hummeln, die Schmetterlinge. Und auch für dieses Gefühl, dass nicht alles ordentlich und perfekt sein muss, damit es schön ist. Aber dieses Jahr habe ich sie mit einem besonderen Lächeln stehen lassen. Weil ich mittlerweile sehr in eine andere Insel verliebt bin 🩷
Was mich diese Woche wirklich ständig begleitet hat, ist etwas, das ich fast ein bisschen unterschätzt hatte: die Nachfreude. Dieses leise, warme Gefühl, das einfach bleibt.
Man braucht keine Bilder auf dem Handy, wenn man sie im Kopf und im Herzen hat. Und manchmal sind sie dort sogar noch ein kleines bisschen schöner.
Und obwohl die Woche anstrengend war, voller Arbeit und To-dos, fühle ich mich immer noch erstaunlich leicht. So, als hätte ich mir ein kleines Stück Urlaub mit nach Hause genommen und als würde es jetzt ganz langsam in meinem Alltag weiterleben.
Ich bin sogar gefragt worden, ob ich frisch verliebt bin, weil ich so strahlen würde. Und ich musste kurz überlegen... Vielleicht ist das ja so. Vielleicht bin ich verliebt in dieses Gefühl, in diese Ruhe. Und in die vielen kleinen Momente, die am Ende genau das schaffen, was ich bekanntlich suche: mein persönliches Glück 🌷💚
Ich wünsche euch einen wunderschönen ersten Mai.
Vielleicht findet ihr heute ja eure eigene kleine Insel. Draußen. Oder einfach nur in euch
Eure Kerstin 🌿💚
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