„Sommer ist kein Zustand der Jahreszeit, sondern ein Zustand der Seele.“ – Unbekannt
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 💛 Gestern war Montag. Und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einen Montag erlebt habe, der sich so wenig nach Montag angefühlt hat. Eigentlich beginnt die Woche ja meistens mit einem gewissen Tempo. Man denkt an das, was erledigt werden muss, an Termine, an Aufgaben und an alles, was noch vor einem liegt. Gestern hatte ich davon erstaunlich wenig.
Gestern war einfach... Sommer. Ich habe den ganzen Tag im Garten verbracht - wirklich den ganzen Tag. Vom frühen Morgen bis zum Abend. Und irgendwann habe ich festgestellt, dass ich gar nicht mehr wusste, wie spät es eigentlich ist. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut und ich hatte auch nicht das Gefühl, etwas zu verpassen - im Gegenteil.
Der Tag begann mit diesem besonderen Licht, das ich im Sommer so liebe. Die Sonne war schon da, aber noch ganz weich. Die Pflanzen sahen aus, als würden sie langsam wach werden und die Luft hatte noch etwas Frisches, bevor sie später warm und sogar richtig heiß wurde. Ich saß mit meinem Kaffee draußen und habe einfach vor mich hin geschaut. Zu den Hochbeeten, den Pflanzen, die ich in den letzten Tagen gesetzt habe. Zum Pool, zu den frisch erblühten Rosen und all dem Grün um mich herum.
Und plötzlich dachte ich: Eigentlich ist das doch verrückt, wie einfach es ist. Wie oft glauben wir, Glück müsste spektakulär aussehen. Dass es Reisen und besondere Ereignisse braucht. Etwas, das man sich lange vorgenommen hat... Und währenddessen saß ich einfach in meinem Garten, machte nichts und hatte trotzdem das Gefühl, dass gerade nichts fehlt. Absolut überhaupt nichts.
Mit jeder Stunde wurde es wärmer und irgendwann kam dieses typische Sommergefühl auf... Die Luft verändert sich dann, alles wirkt langsamer, leichter, freundlicher. Und irgendwie ist der Garten im Sommer noch ein kleines bisschen toller, als er sowieso schon ist 😉
Ich bin gestern immer wieder zwischen Lieblingsbank, Pool, Liege und meinen Beeten hin und her gewechselt. Habe Pflanzen angeschaut, kleine Veränderungen entdeckt und mich gefreut, wie schön alles schon gewachsen ist. Und wenn mir zu warm wurde, bin ich in den Pool gehüpft, habe mich abgekühlt und mich auch darüber gefreut.
Ich mag diesen Moment so gerne... wenn die warme Luft auf die Haut trifft und das Wasser zuerst kühl ist. Dieses kurze Zögern und dann das Gefühl, wenn man wieder auftaucht und die Sonne sofort alles wieder aufwärmt. Fast so, als würde sie sagen: Schön, dass du da bist. Das Wasser hat leise geplätschert, im Hintergrund lief Musik und ich hatte irgendwann das Gefühl, das ich sonst nur aus Urlauben kenne.
Dieses Gefühl, dass nichts von einem verlangt wird, dass man nirgendwo hin muss. Dass der Tag nicht genutzt werden möchte, sondern einfach gelebt werden darf. Und irgendwann hatte ich den Gedanken, dass es sich anfühlt, als hätten die Sorgen Hausverbot. Sie waren zwar nicht verschwunden – so funktioniert das Leben ja leider nicht - aber sie mussten gestern draußen bleiben. Irgendwo hinter dem Gartentor.
Und drinnen war Sommer. Es gab leckeres Essen, das draußen automatisch besser schmeckt. Und es gab mein heiß geliebtes Gurkenwasser. Dieses Mal allerdings in einer leicht abgewandelten Version. Eigentlich ganz schlicht: kaltes Wasser mit Gurkenscheiben, dazu ein paar Blätter Minze und ein Zitronenblatt. Ein Getränk, das überhaupt nicht versucht, etwas Besonderes zu sein und es gerade deshalb ist. Ich habe daran genippt und es für sehr lecker befunden. Die Kühle vom Wasser., die Frische der Gurkee, den Duft der Minze. Und ein ganz feines, leichtes Aroma vom Zitronenblatt... Sommer im Glas 💛
Vielleicht sind das genau die Momente, die am Ende wirklich den Unterschied machen. Dieses Sitzen im Garten mit warmen Schultern, kalten Händen am Glas, Musik im Hintergrund und dem Gefühl, dass gerade nichts fehlt. Ich glaube inzwischen wirklich, dass Sommer weniger eine Jahreszeit ist als ein Gefühl.
Dieses Gefühl von Wärme, Leichtigkeit und Möglichkeiten. Als würde die Welt für einen Moment sagen: Heute musst du nichts lösen. Heute darfst du einfach da sein und genießen.
Am Abend saß ich irgendwann einfach da und habe beobachtet, wie das Licht langsam weicher wurde. Der Garten bekam dieses goldene Leuchten, das alles noch ein bisschen schöner aussehen lässt. Die Pflanzen wirkten plötzlich strahlender, das Wasser glitzerte golden und die Zeit verging langsamer. Und ich musste daran denken, wie oft wir uns das Glück komplizierter machen, als es ist.
Denn vielleicht braucht es manchmal wirklich nicht mehr, als ein bisschen Sonne, einen kühlen Pool (der kein Wasser verliert),
ein paar schöne Pflanzen, Musik, etwas Leckeres zu essen, nette Gesellschaft oder auch einfach mal Zeit mit sich selbst. Und natürlich einen Ort, an dem man für ein paar Stunden vergessen darf, dass die Welt außerhalb des Gartentors noch existiert.
Und während die Sonne langsam unterging, war ich einfach nur zufrieden und glücklich.
Jetzt beginnt ein weiterer Sommertag, an dem ich allerdings arbeiten muss. Was mich jedoch überhaupt nicht stört. Eher im Gegenteil, denn meine Arbeit macht mir Spaß. Und die Sonne kann ich ja auch danach noch genießen. 💛 Ich wünsche euch einen schönen Dienstag und schicke liebe Grüße von der Lieblingsbank 🫶
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