Vom Glück, man selbst zu sein 💜

Veröffentlicht am 18. Juni 2026 um 06:52

""Sei du selbst. Alle anderen gibt es schon.“– Oscar Wilde

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 💚 Gestern war ein Tag, der nicht mit einem Morgenkaffee auf der Lieblingsbank, sondern auf einem Zahnarztstuhl begann. Und auch wenn dort alles in Ordnung war, hätte ich mein übliches Ritual definitiv bevorzugt...Umso schöner war dann der Kaffee "danach". Vielleicht auch deshalb, weil ich mich den ganzen Morgen darauf gefreut hatte. Mit Blick in den Garten, dem Zwitschern der Vögel und dem guten Gefühl, den Zahnarzttermin bereits hinter mir zu haben, war dieser Morgenkaffee etwas ganz Besonderes. 

Anschließend stand ein relativ kurzer Arbeitstag im Garten-Homeoffice auf dem Programm, bevor es am Nachmittag zum Geburtstag meines Onkels ging. Petrus hatte für diesen Anlass offenbar beschlossen, die Heizung noch einmal ein wenig höher zu drehen, denn es war angenehm warm und ein wunderschöner Sommertag.

Viel mehr gibt es von gestern eigentlich gar nicht zu erzählen. Dafür hat mich ein Gedanke beschäftigt, der mir während eines Coachings durch den Kopf gegangen ist und den ich gerne mit euch teilen möchte.

Es ging um die Frage, warum manche Menschen trotz aller Anstrengungen nicht wirklich weiterkommen. Oder - was ich vermute - gar nicht erst bei sich selbst ankommen. Vielleicht, weil sie sich ständig vergleichen, verbiegen oder versuchen, Erwartungen zu erfüllen, die eigentlich gar nicht ihre eigenen sind. Dabei fiel mir ein Vergleich aus dem Garten ein, der das für mein Gefühl recht gut symbolisiert:

Die Geschichte vom Apfelbaum

"Ein Apfelbaum wird niemals versuchen, Kirschen zu tragen, nur weil gerade mehr Menschen Kirschen mögen. Er wird auch nicht hektisch an seinen Ästen ziehen, damit die Früchte schneller reifen.

Er wächst. Er entwickelt Wurzeln. Er sammelt Kraft. Und irgendwann trägt er Äpfel.

Je mehr er versucht, etwas anderes zu sein, desto weiter entfernt er sich von seiner eigentlichen Stärke."

Der Gedanke hat mich noch eine ganze Weile beschäftigt. Vielleicht auch deshalb, weil wir Menschen oft viel ungeduldiger mit uns selbst sind, als ein Apfelbaum. Wir vergleichen uns mit anderen, schauen auf Dinge, die wir noch nicht können, oder versuchen Erwartungen zu erfüllen, die gar nicht unsere eigenen sind. Manchmal verbringen wir mehr Zeit damit, darüber nachzudenken, wie wir sein sollten, als herauszufinden, wer wir eigentlich sind.

Dabei entstehen die schönsten Dinge oft genau dann, wenn wir aufhören, uns zu verbiegen. Wenn wir unsere Stärken nutzen, statt unsere Schwächen zu verstecken. Wenn wir den Mut haben, unseren eigenen Weg zu gehen, auch wenn er anders aussieht als der der Menschen um uns herum.

Vielleicht geht es im Leben gar nicht darum, möglichst perfekt zu werden. Vielleicht geht es viel mehr darum, immer mehr die Person zu werden, die wir von Anfang an sein sollten. Denn ein Apfelbaum wird nie Kirschen tragen. Aber er muss das auch gar nicht.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Donnerstag 🌸

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