„Glück ist nicht, Urlaub zu haben. Glück ist, wenn sich das Leben zwischendurch schon danach anfühlt.“
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Heute ist Fernweh-Tag – oder auf Englisch: Call of the Horizon Day. Und tatsächlich habe ich heute ausnahmsweise Fernweh. Oder vielleicht eher Meer-Weh. Und als hätte sich der Kalender etwas dabei gedacht, beginnt für mich heute auch noch mein Sommerurlaub. Drei Wochen. Ganze drei Wochen. 🥰
Gestern Nachmittag habe ich diesen Moment ganz bewusst zelebriert. Nicht mit Kofferpacken oder einer großen Reise, sondern auf meine ganz eigene Art. Mit einem eiskalten Getränk in der Hand, gemütlich im Pool, der Sonne im Gesicht und einer lieben Freundin am Telefon. Viel mehr braucht es manchmal gar nicht, um einen Urlaub gebührend zu begrüßen. Es war einer dieser Augenblicke, in denen man einfach zufrieden ist und denkt: Genau so ist es gerade richtig.
Natürlich freue ich mich riesig auf die kommenden Wochen. Trotzdem war diesmal etwas anders. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich die Urlaubstage nicht heruntergezählt. Ich habe nicht wochenlang darauf hingefiebert und mich dabei ertappt, ständig auf den Kalender zu schauen. Irgendwie war ich einfach entspannt. Das hat mich selbst überrascht und ich habe mich gefragt, woran das liegen könnte.
Während des Telefonats mit meiner Freundin habe ich mir dann unbeabsichtigt die Antwort gegeben. Ich sagte irgendwann ganz nebenbei einen Satz, ohne groß darüber nachzudenken:
"Im Moment fühlt sich mein Leben an, als hätte ich jeden Tag Urlaub."
Kaum hatte ich ihn ausgesprochen, wusste ich plötzlich, warum ich diesem Urlaub so gelassen entgegengeblickt hatte. Genau das ist der Grund.
Dabei arbeite ich ganz normal und meinen freien Mittwoch gibt es seit einigen Monaten auch nicht mehr. Trotzdem fühlt sich mein Alltag heute ganz anders an als noch vor einigen Jahren. Meine Arbeit fühlt sich nämlich die meiste Zeit überhaupt nicht wie Arbeit an. Sie gehört einfach zu meinem Leben, macht mir unglaublich viel Freude und ich darf jeden Tag Dinge tun, die sich sinnvoll und richtig anfühlen.
Und vorher und nach Feierabend warten meistens schon die nächsten schönen Momente. Der Morgenkaffee auf der Lieblingsbank. Eine Runde durch den Garten. Ein nettes Gespräch mit einem lieben Menschen. Das Zwitschern der Vögel, das Summen der Hummeln oder einfach ein paar Minuten, in denen ich überhaupt nichts muss.
Dazu kommt etwas, das ich längst nicht mehr für selbstverständlich halte: Ich bin gesund und kann all diese kleinen Augenblicke bewusst erleben und genießen - wenn man großzügig von meinem zickigen Rücken absieht... Genau dafür bin ich unendlich dankbar.
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich freue mich riesig auf die nächsten drei Wochen. Auf Zeit im Garten, kleine Ausflüge und ganz viele neue Erinnerungen. Aber ich habe diesen Urlaub dieses Mal nicht gebraucht, um wieder Kraft zu tanken.
Und glaubt mir: Ich hätte selbst nie gedacht, dass ich so einen Satz irgendwann einmal schreiben würde. 🤣 Der Urlaub beginnt heute also nicht, weil ich meinem Alltag entfliehen möchte. Er beginnt, weil ich einen Alltag habe, auf den ich mich nach diesen drei Wochen genauso freuen werde wie jetzt auf den Urlaub. Jetzt aber freue ich mich erstmal darauf, morgen früh in meinen neuen Flitzer zu steigen und... ans Meer zu fahren. Wo ich ganz sicher ein paar wunderschöne Tage mit meiner Schwester und ihrer Familie verbringen werde 💛
Und ich finde, schöner kann sich ein erster Urlaubstag kaum anfühlen.
Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in den Tag. Ganz gleich, ob ihr heute selbst in den Urlaub startet, arbeiten müsst oder einfach einen schönen Sommertag vor euch habt. Vielleicht findet ihr ja auch einen kleinen Moment, der sich ein bisschen nach Urlaub anfühlt.
Wir lesen uns nächste Woche wieder 😉
Eure Kerstin ❤️
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