„Die Sonne geht nicht unter. Sie geht nur woanders auf. Der Tag geht abends schlafen und wacht als Morgen wieder auf.“ (Unbekannt)
Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Nach einer kleinen Sommerurlaubspause melde ich mich zurück und möchte betonen, dass ich in der Zwischenzeit nicht untätig war. Ganz im Gegenteil. Ich habe einen vollkommen uneigennützigen Selbstversuch in Sachen Glück gestartet. Und deshalb heute gleich mehrere Tipps für euch, wie ihr sehr spontan sehr glücklich werden könntet.
Ich habe nämlich die letzten fünf Tage quasi rund um die Uhr damit verbracht, Dinge darauf zu testen, wie glücklich sie machen können. Ausschließlich für euch natürlich. Irgendjemand musste ja herausfinden, was tatsächlich glücklich macht. Ich hoffe, ihr wisst diesen aufopferungsvollen Einsatz zu schätzen.
Mein Fazit vorweg: Der Selbstversuch war ausgesprochen erfolgreich.
Fünf Tage Zeeland. Fünf Tage Meer. Fünf Tage mit 5 wunderbaren Menschen, herrlichem Wetter und unendlich vielen kleinen Momenten, die am Ende genau das ergeben, was ich so oft schreibe: ganz viel Glück 💚
Habt ihr schon einmal einen Sonnenaufgang am Meer erlebt Falls nicht, solltet ihr das irgendwann unbedingt nachholen. Dafür muss man zwar ein bisschen verrückt sein und den Wecker auf kurz vor fünf stellen, aber ich verspreche euch: Es lohnt sich.
Mein jüngstes Patenkind und ich haben nach wenigen Stunden Schlaf genau aus diesem Grund das Bett verlassen und uns aus dem Haus geschlichen. Ich durfte übrigens bei meiner Nichte im Zimmer schlafen, damit ich weder auf dem Boden noch auf der Couch übernachten musste - was ich sehr genossen habe... Am besagten Tag sind wir dann schnell ins Auto gestiegen und losgefahren Richtung Dünen, Richtung Strand und Richtung Sonne.
Dort saßen wir dann, noch etwas verschlafen und eng aneinander gekuschelt, weil es morgens überraschend frisch war. Und plötzlich wurde aus der Dunkelheit ganz langsam Licht. Erst färbte sich der Himmel. Dann begann das Meer zu glitzern. Und schließlich schob sich die Sonne Zentimeter für Zentimeter über den Horizont.
Es war einer dieser Momente, in denen niemand etwas sagen muss. Weil die Natur gerade alles sagt. Ich glaube, genau deshalb berühren uns Sonnenaufgänge so sehr. Sie erinnern uns daran, dass jeder Tag neu beginnt. Ganz egal, was gestern war. Dass aus jedem Abend wieder ein neuer Morgen wird.
Und während ich dort saß, meine Nichte im Arm und die wunderschöne Landschaft um mich herum, wusste ich, dass ich diesen Morgen nie wieder vergessen würde. Weil er etwas ganz Besonderes war. Genau wie das, was wir zwei Tage zuvor erlebt hatten. Nämlich einem Sonnenuntergang am Meer.
Gleich an meinem ersten Urlaubstag saßen wir abends gemeinsam in den Dünen. Pizza auf dem Schoß, Blick aufs Meer und ganz viel Zeit. Meine Pizza hatte zwar eine ordentliche Portion Sand als zusätzliche Zutat – zwischen den Zähnen hat es gequietscht und geknirscht – aber das spielte überhaupt keine Rolle. Denn vor uns verabschiedete sich die Sonne langsam hinter dem Horizont und tauchte den Himmel in Orange, Rosa und Rot.
Und ich finde den Gedanken irgendwie schön. Meinen Urlaub mit einem Sonnenuntergang zu beginnen und ihn wenige Tage später mit einem Sonnenaufgang weiterzuschreiben. Der eine verabschiedet den Tag - der andere begrüßt einen neuen.
Und vielleicht ist das eine kleine Erinnerung daran, dass auch im Leben vieles nur ein Übergang ist. Dass manches zu Ende geht, damit etwas Neues beginnen kann. Dass der Tag abends schlafen geht und am nächsten Morgen wieder aufwacht.
Als würde die Sonne jeden Tag zeigen, worauf es wirklich ankommt. Nicht darauf, möglichst viel zu erleben. Sondern die besonderen Augenblicke überhaupt wahrzunehmen.
Falls ihr irgendwann einmal an der Nordsee oder an einem anderen Meer seid, habe ich gleich den nächsten Tipp für euch: Geht ins Wasser - nicht nur ein bisschen, sondern so richtig. Und wenn möglich, schnappt euch ein Bodyboard und stürzt euch in die Wellen. Ich hatte beim Selbstversuch anfangs noch den festen Plan, meine Haare trocken zu halten. Außerdem wollte ich möglichst kein Meerwasser in Augen, Nase oder Mund bekommen. Der Plan hielt ungefähr drei Minuten.
Danach schwappte eine riesige Welle über mich und es war alles nass. Die Haare, das Gesicht, ich... Und vermutlich habe ich auch einen kleinen Teil der Nordsee getrunken. Aber spätestens dann war es völlig egal. Mit den hohen Wellen Richtung Strand zu gleiten macht einfach unglaublich viel Spaß. Wir haben das stundenlang gemacht, gelacht wie kleine Kinder und jede einzelne Welle gefeiert.
Mindestens genauso schön ist allerdings auch das genaue Gegenteil. Einfach mitten im Sand liegen. Mit Sonnenhut, Musik, netten Gesprächen, dem Rauschen der Wellen. Und diesem wunderbaren Gefühl, gerade absolut nichts zu müssen - außer genießen.
Den spektakulärsten Selbstversuch startete ich dann allerdings am vorletzten Tag und habe damit etwas auf meiner persönlichen Bucketlist abgehakt, das dort überhaupt nicht draufstand: Chopper fahren. Okay, E-Chopper. Also etwas gemütlicher als die großen Motorräder, aber mit mindestens genauso viel Spaß.
Vier Stunden lang sind wir gemeinsam durch die Dünen gefahren, vorbei an endlosen Radwegen, direkt am Meer entlang 🩷 Und haben unterwegs eine kleine Strandbar entdeckt, in der man sich tatsächlich ein bisschen wie in der Karibik fühlen konnte. Bis auf eine kleine Blessur, die ausschließlich meiner eigenen Ungeschicklichkeit zu verdanken war, habe ich die Tour unbeschadet überstanden. Und festgestellt: So ein E-Chopper macht erstaunlich viel Spaß.
Vor allem dann, wenn rechts das Meer liegt, links die Dünen vorbeiziehen und einem der Wind um die Nase weht - ein Gefühl, das man wohl am besten mit "Freiheit" beschreiben könnte. Und definitiv als eine sehr gute Möglichkeit, glücklich zu sein 💕
Natürlich gehört zum Glück auch gutes Essen. Und auch hier habe ich keine Kosten und Mühen gescheut. So habe ich dann wahrscheinlich die besten Süßkartoffel-Pommes meines Lebens gegessen. Direkt am Meer mit Blick aufs Wasser.
Außerdem haben die Niederländer etwas geschafft, was ich ausdrücklich loben möchte. Sie servieren Gurkenwasser, ohne überhaupt erwähnen zu müssen, dass eine Gurke darin schwimmt. Das nenne ich wahre Gastfreundschaft.
Und als Abendprogramm kann ich euch neben dem Sonnenuntergang am Meer außerdem eine Runde Rommé mit lieben Menschen empfehlen. Auch das gehört eindeutig in die Kategorie: macht glücklich.
Abschließend kann ich euch Zeeland aber insgesamt von Herzen empfehlen. Und wenn man wie ich im Saarland wohnt, liegt das Gute wirklich sehr nah... man fährt durch Luxemburg und Belgien – und plötzlich ist alles anders. Die Landschaft wird flach, der Himmel wirkt größer. Es gibt unendlich viel Grün, unendlich viel Blau. Und natürlich jede Menge Strand...
Gestern ging es dann nach einem letzten Besuch am Strand wieder nach Hause. Im Gepäck ganz viele wunderbare Erinnerungen und eine riesen Portion Glücksgefühle 🩷 Die Autofahrt war zwar etwas länger, aber erstaunlich kurzweilig, weil ich unterwegs immer wieder an all die schönen Momente der vergangenen Tage denken musste.
Und zu Hause wartete nicht nur Coco, sondern auch schon mein Garten auf mich. Dank meiner lieben Nachbarin, die sich während meiner Abwesenheit um meine Pflanzen gekümmert hat, hat alles wunderbar überlebt. Jetzt wird erst einmal gegossen, hier und da etwas zurückgeschnitten und anschließend ganz in Ruhe der Morgenkaffee auf der Lieblingsbank getrunken.
Denn so schön das Meer auch ist ... nach Hause zu kommen, fühlt sich manchmal genauso gut an.
Ich wünsche euch einen wunderschönen Mittwoch. Trotz Hitze. Und vielleicht nehmt ihr euch ja den einen oder anderen meiner getesteten Glückstipps einfach mit. Ich kann sie nach fünf Tagen intensiver Forschung jedenfalls uneingeschränkt empfehlen.
Bis morgen.
Eure Kerstin ❤️
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