Think About You ❤️

Veröffentlicht am 11. September 2026 um 07:26

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser ❤️ Manchmal stolpere ich beim Blick in mein eigenes Archiv über Geschichten, bei denen ich mich frage, ob ich die wirklich selbst geschrieben habe. Nicht, weil ich sie nicht mehr wiedererkenne, sondern weil ich sie auch fast drei Jahre später noch ziemlich lustig finde. Und da Eigenlob bekanntlich stinkt, ich aber heute Morgen an der frischen Luft sitze, kann ich das Risiko vermutlich eingehen. 😉

Eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten habe ich am 4. Oktober 2023 geschrieben. Damals war mein Kleingarten noch deutlich jünger, ich vermutlich auch... Während eines Morgenkaffees und mit Guns N’ Roses auf den Ohren kam ich damals zu einer Erkenntnis, die bis heute viel zu wenig Beachtung gefunden hat: Axl Rose ist ein heimlicher Kleingärtner.

Ich hatte sogar Beweise. Und weil gute Geschichten nicht schlechter werden, nur weil sie ein bisschen älter sind, gibt es heute einen kleinen Ausflug in mein Archiv. Für alle, die damals schon dabei waren, zum Wiederlesen, und für alle anderen als längst überfällige Aufklärung über die bisher völlig unterschätzte Verbindung zwischen einem der größten Rockstars der Welt und dem deutschen Kleingartenwesen.

Hier kommt sie also noch einmal, meine Geschichte vom 4. Oktober 2023:

Jetzt ist es raus...... Axl ist ein heimlicher Kleingärtner. Und ich bin ihm auf die Schliche gekommen. Warum mir das nicht früher aufgefallen ist??? Es fängt ja schon mit dem Bandnamen an (wobei das mit den Guns vermutlich nur der Tarnung dient von wegen böser Rocker und so). Und es geht mit den Songtiteln weiter. Als ich gestern meinen Morgenkaffee im Garten getrunken habe, habe ich ein bisschen Axl gehört und dann war es mir plötzlich klar. Und ich bin sicher, dass ihr mir gleich folgen könnt (zumindest wenn ihr ein bisschen Englisch könnt). Hier die Beweise:

Als ich zum ersten Mal meinen "The Garden" vom (damals geschlossenen) Eingangstor aus betrachtet habe, war das vom Gefühl her ganz genau, wie "Knockin' on Heaven's Door". Ich dachte spontan "Oh my God"..."You could be mine"😍 Alle Mitmenschen sagten "You're Crazy", aber ich dachte "It's so easy" und der Garten ist einfach "One in a Million" und... hab es gemacht. Einfach so. Vielleicht bin ich ja sogar eine kleine "Rocket Queen"?😉

Als ich dann endlich einziehen konnte dachte ich, dass ich mitten in "Paradise City" und meinem persönlichen "Garden of Eden" angekommen wäre. Und mir war klar: "This is Love" ❤️ Ein paar Jahre später ist es jetzt manchmal wie "Welcome to the Jungle", aber dann sage ich mir (mit ein bisschen "Appetite for Destruction") einfach "Don't cry" und dann geht's auch schon wieder. Im Garten braucht man immer wieder jede Menge "Patience" - ganz besonders mitten im "November Rain "...

Wie oft habe ich mich schon gefragt, wie es "Yesterdays" war und würde meinem Garten gerne sagen, wie doof das damals war ohne ihn...

Leider gibt es im Kleingarten auch immer mal wieder "Civil War" aber da bin ich zum Glück bisher verschont geblieben. Vielleicht weil ich es wie Axl halte: "Live and let die"... Auf jeden Fall ist mein Leben mit Garten "So fine" und ich denke mir, dass Axl das sehr gut nachvollziehen kann. Warum hätte er sonst die ganze Geschichte in seine Songs packen sollen? "Perhaps" kann ich ihn ja irgendwann mal fragen. Wenn wir uns wiedersehen (hoffentlich nicht erst an "Heaven's Door").

So und jetzt, gehe ich mal meine "New Roses" gießen und höre ein bisschen Axl dabei. Ich bin ziemlich sicher, dass sie das gut finden 😉 Habt einen schönen Tag und genießt das Leben. Weil..."Nothing lasts forever"..

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Tja. Fast drei Jahre später muss ich feststellen: An meiner Theorie hat sich nichts geändert. Dafür hat sich drumherum eine ganze Menge getan. Mittlerweile bin ich tatsächlich schon im siebten Jahr meines Kleingartenlebens angekommen und aus dem damaligen "You could be mine" ist längst ein ziemlich eindeutiges "You are mine" geworden, auch wenn Axl diesen Titel leider nie geschrieben hat. Wahrscheinlich war er gerade mit seinen Rosen beschäftigt. 😉

Und auch mit dem Mann selbst ging es weiter. Axl habe ich inzwischen viermal live gesehen und ich kann euch versichern: Meine Begeisterung hat darunter nicht gelitten. Ganz im Gegenteil. Vielleicht ist das ja auch so eine Art "Bad Obsession", aber es gibt deutlich schlechtere Laster, und solange ich nicht anfange, mit Hotpants und Bandana durch die Kleingartenanlage zu laufen, besteht vermutlich noch kein Grund zur Sorge...

Mein gestriger Donnerstag hatte allerdings weder besonders viel Rock ’n’ Roll noch "Paradise City" zu bieten, sondern bestand zunächst aus Homeoffice und anschließend aus einer ziemlich langen Liste an Dingen, die noch erledigt werden mussten. Denn bald geht es für mich nach Essen zum Sportfest. Bitte macht euch jetzt keine Sorgen. Ich werde dort keinen Sport machen.

Zumindest keinen, den ich nicht beherrsche. 😉 Ich sehe meine persönlichen Stärken bei solchen Veranstaltungen ohnehin eher in Disziplinen wie Herumlaufen, Reden, Lachen, Essen, Trinken und gegebenenfalls Tanzen, und in einigen davon verfüge ich mittlerweile über jahrelange Trainingserfahrung.

Wobei ich gestern bereits einen kurzen sportlichen Versuch hinter mich gebracht habe: Mein Gartennachbar brauchte Hilfe, um das Dach seines Anhängers abzunehmen. Ich war selbstverständlich hoch motiviert, scheiterte allerdings an zu kurzen Armen oder zu wenig Kraft – vermutlich an beidem. Sagen wir es mit Axl: „Breakdown“. 😂 Immerhin wissen wir jetzt, welche Disziplin ich beim Sportfest besser nicht melde und hatten was zu lachen...

Bevor ich mich dann ans Kofferpacken machen konnte, stand noch ein bisschen Familienzeit auf dem Programm. Ich habe meine Schwester und ihre Familie besucht und wurde dort mit einem ziemlich leckeren Grillmenü begrüßt. Was ich selbstverständlich dankend angenommen habe. Man soll vor einem Sportfest schließlich auf eine ausgewogene Ernährung achten. 😉

Und weil ich erst am Sonntagabend wiederkomme und meine Eltern deshalb am Sonntag nicht sehen werde, bin ich anschließend auch dort noch schnell vorbeigefahren. So war neben Arbeit, Erledigungen und Reisevorbereitungen wenigstens noch ein bisschen Zeit für einen Teil meiner Lieblingsmenschen ❤️

Und danach konnte ich mich endgültig meinem Koffer widmen. Was sich dieses Mal als eine etwas größere Herausforderung herausstellte, denn ich habe tatsächlich vor, mich an diesem Wochenende gleich zweimal richtig schick zu machen. Mit Haaren. Make-up. Klamotten. Dem ganzen Programm.

Für jemanden, der einen erheblichen Teil des Jahres mit Gartenschuhen, zusammengebundenen Haaren und Erde an Stellen verbringt, an denen andere Menschen vermutlich keinen Bodenbelag vermuten würden, ist das durchaus eine sportliche Leistung. Vielleicht habe ich mich beim Sportfest also doch vorschnell abgemeldet.

Sollte das Experiment gelingen, lasse ich euch vielleicht sogar am Ergebnis teilhaben. Sollte es nicht gelingen, behaupte ich einfach, dass es keine Fotos gibt. Auch das gehört schließlich zu einem guten Risikomanagement. 😉

Und während ich gestern zwischen Arbeit, Familie, Erledigungen und Koffer hin und her gewuselt bin, musste ich wieder an diese alte Geschichte denken und daran, wie viel in diesen knapp drei Jahren passiert ist. Im Garten, außerhalb des Gartens und überhaupt im Leben. Manche Dinge sind verschwunden, andere dazugekommen, manches hat sich verändert und einiges ist erstaunlicherweise ziemlich genau so geblieben.

Meine Liebe zu diesem kleinen Stückchen Erde zum Beispiel. Die zu Guns N’ Roses auch. Und vielleicht ist genau das am Ende die schönste Verbindung zwischen meiner alten Geschichte und heute. Denn im siebten Gartenjahr braucht es hier noch immer jede Menge "Patience", manchmal fühlt sich alles nach "Welcome to the Jungle" an. Und  an anderen Tagen sitze ich auf meiner Lieblingsbank, schaue mich um und weiß wieder ganz genau, warum ich damals am Tor stand und dachte: "You could be mine."

War eine ziemlich gute Entscheidung. Und was das Leben außerhalb des Gartentors betrifft, halte ich es weiterhin mit Axl: "Perhaps." Man weiß schließlich nie, was noch kommt. 😉

Habt einen wunderschönen Freitag, liebe Leserinnen und Leser. Ich mache mich jetzt auf den Weg nach Essen und werde mich bemühen, meinen sportlichen Verpflichtungen angemessen nachzukommen. Und wenn ihr Glück habt, gibt es demnächst Beweisfotos vom Aufhübsch-Marathon.

Bis bald 🌸

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