„Es sind nicht die Jahre in unserem Leben, die zählen. Es ist das Leben in unseren Jahren." — Abraham Lincoln
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser. Heute beginnt ein neuer Monat und - was meiner Meinung nach wichtiger ist - der meteorologische Frühling 🌸☀️ Und bevor ich euch erzähle, warum das für einen gewissen Aktionismus meinerseits geführt hat, möchte ich euch von meinem Wochenende erzählen und von einer wichtigen Erkenntnis.
Mein Freitag begann sehr früh mit Morgenkaffee auf der Lieblingsbank und ging spontan ins Garten-Homeoffice über. Wo ich allerdings nicht sehr lange blieb. Denn ich hatte beschlossen, mir noch ein paar Stunden Sonnenschein zu gönnen, bevor das Highlight des Tages starten konnte. Am Ende gönnte ich mir dann zwar Sonne - jedoch anders, als ursprünglich geplant.
Denn irgendwie endete es darin, dass ich mehr oder weniger plötzlich in einem riesigen Haufen abgeschnittenener Äste und Zweige stand... doch dazu später mehr. Jetzt hüpfen wir zum Freitagabend.. wo ich mit meiner Schwester und meinem Schwager in dem Dorf ankomme, in dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben. Und wo wir gemeinsam unzählige wunderschöne Erinnerungen gesammelt haben.
Einige davon auch mit dem Menschen, zu dem wir gerade unterwegs waren, um seinen Geburtstag zu feiern. Einen ganz besonderen Geburtstag, der unter einem besonderen Motto stand: Oktoberfest (im Februar).🤣
Deshalb waren wir natürlich auch entsprechend angezogen und ich freute mich, dass ich trotz Dirndl atmen konnte 😉 Wir kamen also "aufgebrezelt" voller Vorfreude auf einen gemütlichen und lustigen Abend mit lieben Menschen am Ort des Geschehens an und betraten ihn schließlich... folgten dem Stimmengewirr, der Musik und dem Geruch von Fleischkäse in den ersten Stock...
Und dann...waren über 30 Jahre plötzlich wie weggeflogen und ich umringt von Menschen, mit denen ich eine wunderschöne Jugendzeit verbracht habe 💕 Mittendrin stand das fesche Geburtstagskind, das ich erstmal fest umarmte. So, wie wir das in den vergangenen Jahren schon häufig getan hatten. Und trotzdem war es dieses Mal etwas Besonderes. Nicht wegen der Tatsache, dass wir beide sehr bayrisch angezogen waren und nicht einmal deshalb, weil es der 50. Geburtstag war... woran es genau lag, kann ich allerdings nicht wirklich sagen.
Aber ich weiß, dass mir in dem Moment und im Laufe des Abends viele Begegnungen und gemeinsame Momente durch den Kopf gegangen sind. Und dass ich sehr dankbar dafür war und bin, diese gemeinsamen Erinnerungen zu haben. Und vielleicht... lag es doch auch ein bisschen an der Zahl... ein halbes Jahrhundert alt und trotzdem immer noch derselbe Mensch, mit dem ich mit 15 zum ersten Mal auf dem Motorrad mitgefahren bin... der diverse Jugendsünden und -Dramen mit mir durchgestanden hat und mich trotzdem weiterhin mochte 🤣 Aber kommen wir zurück zur Party 😉
Die war bereits in vollem Gange und es kamen immer mehr Leute dazu. Das hatte etwas von einem Klassentreffen, nur wärmer, vertrauter. Ein kurzer Blick, ein Lächeln, und ganz viele Erinnerungen standen gleichzeitig im Raum.
Die Stimmung war ausgelassen, lustig und - wie sich das für ein Oktoberfest gehört - sehr bayrisch. Neben diversen Gesangs- und Showeinlagen gab es jede Menge Highlights. Allen voran eine Schnupftabakmaschine – die sämtliche anwesenden Männer quasi magisch anzog und für sehr viele Lacher sorgte. Was hauptsächlich der Verdienst des "Wedlers" war, den man "danach" benutzen sollte. 🤣 Ein Biertasting, sowie ein Lyoner-Weitwurf-Event sorgten für ein bisschen Spiel und Spannung und leckeres bayrisches Essen dafür, dass die Getränke mir nicht ganz so spontan in den Kopf stiegen. Was in meinem Fall nicht hundert prozentig funktionierte.
Und dazwischen die Musik der guten alten Zeiten, ganz viel Nähe und dieses schöne Gefühl von „Weißt du noch?“.🩷 Irgendwann kam mir unweigerlich die Textzeile meiner zweitliebsten Band in den Kopf: „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit.“...
So verflog die Zeit leider viel zu schnell und irgendwie irgendwann war es dann spät und Zeit zu gehen... und dafür, uns gegenseitig ein Wiedersehen zu versprechen, das nicht erst anlässlich des nächsten runden Geburtstages stattfindet wird.
Und während meine Schwester uns nach Hause fuhr... formte sich mein Fazit des Abends in meinem Kopf: Man sieht uns allen an, dass wir keine 18, 16 oder 14 mehr sind. Aber wir haben uns verdammt gut gehalten - und können immernoch verdammt gut feiern und Spaß haben 🩷. Und deshalb bleibe ich bei meiner These: Alter ist nur eine Zahl und der Rest ist das, was man daraus macht.
Und dann war es Zeit fürs Bett (das in meinem Fall das meines jüngsten Patenkindes war) und für eine Mütze Schlaf. Wobei ich tatsächlich noch ein bisschen hätte weiterfeiern können (wenn man von meiner körperlichen Verfassung absah).🤣
Nach einer erstaunlich erholsamen Nacht erwartete mich dann ein leckeres Frühstück - was ich beides sehr genossen habe. Und dann... ging es nach Hause. Zu Coco und meinem Garten. Wo ich entgegen meinem Vorhaben dann sehr aktiv wurde. Denn es gab immernoch jede Menge Bäume und Sträucher zu schneiden. Und das darf man zum Schutz der Tiere nur vor dem 1..März - der ja bekanntlich heute ist 😉
Und so wurde das nichts mit meiner Schonzeit und stattdessen habe ich ein wenig Arme trainiert, sowie meine Gesäßmuskeln. Was am Ende zu einer stattlichen Menge Grünschnitt geführt hat und nebenbei dazu... dass der Kater schnell wieder verschwunden war 😉
Jetzt sitze ich hier auf meiner Lieblingsbank... Die Bäume sind geschnitten, der Kopf voller schöner Bilder und irgendwo zwischen Pfirsichbaum, Dirndl und Schnupftabak habe ich mal wieder das Glück gefunden 🩷
Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag und einen sonnigen Start in den Frühling 🌸
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