„Es ist nicht immer notwendig, etwas zu tun. Manchmal genügt es, etwas sein zu lassen.“ – Johann Wolfgang von Goethe
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser und alles Gute zum "Mach-andere-glücklich-Tag"🩷 Der passt heute einfach perfekt und ich verrate euch später auch, warum das so ist. Zuerst aber möchte ich euch anhand eines Praxibeispiels erzählen, warum Aufgeben meiner Meinung nach doch eine Option ist. Und warum man damit manchmal sogar weiter kommt...
Der Montagmorgen war klirrend kalt. So kalt, dass alles gefroren war, was frieren konnte. Das Wasser in der Vogeltränke war hart wie Stein, der Atem sichtbar, und ich bibberte, dass der Kaffee fast aus der Tasche schwappte... Also durfte der Gasofen – wider besseren Wissens, dass wir doch eigentlich schon Frühling haben wollten – noch einmal ran. Ich saß dick eingepackt auf der Lieblingsbank und trank trotzdem meinen Kaffee aus.
Danach ging es ins Homeoffice, wo ich mehrere Termine und gute Gespräche hintereinander hatte. Während sich draußen die Sonne von ihrer schönsten Seite zeigte. Und dann gab es gegen Mittag eine dieser kleinen Pausen, die für mich Gold wert sind: draußen sitzen, das Gesicht der Sonne zugewandt, durchatmen, genießen 🩷 Und danach ging es mit neuer Energie weiter bis zum Nachmittag und melnem Feierabend.
Und dann kam der Kaffee...Oder besser gesagt: Er kam nicht.
Der Jura-Vollautomat, den ich kürzlich geschenkt bekommen habe, zeigte sich bereits seit dem Wochenende standhaft widerspenstig. Bohnen wollte er. Immer wieder Bohnen. Obwohl der Behälter mehr als voll war und auch sonst alles so, wie es sein sollte... ich beschloss also, in die nächste Runde zu gehen und dem Automaten den Kampf anzusagen... es wurde eine lange, ärgerliche und auch schmutzige Runde. Und während ich mit allen Mitteln kämpfte, dachte ich mir: "Dir werde ich schon noch einen Kaffee entlocken. Aufgeben ist keine Option!"
Gemeinsam mit meinem Freund ChatGPT habe ich Ursachen gesucht, Lösungen gelesen, mögliche Reparaturen durchdacht. Ich habe mindestens ein halbes Pfund Kaffee geopfert und reichlich Wasser durch die Maschine gejagt. Nichts. Kein Kaffee. Nur dieses beharrliche Fordern. Und kein Tropfen Kaffee...
Irgendwann war dann der Punkt erreicht, an dem ich innerlich kapituliert habe. Ich habe aufgegeben Kein trotziges Aufgeben, eher ein resigniertes. Ich habe beschlossen, lieber noch draußen die Sonne zu genießen. Ohne Kaffee. Auch gut. Und genau in diesem Moment – als ich wirklich aufgehört habe, etwas erzwingen zu wollen und mich gerade umgedreht hatte – brummte die Maschine, als wäre nie etwas gewesen, und brühte mir ganz selbstverständlich wunderbar cremigen Kaffee.
Ich stand da, starrte staundend auf die Tasseda und musste lachen.
Und in dem Moment habe ich verstanden : Aufgeben ist manchmal doch eine Option. Nicht das resignierte, sondern das kluge. Das, bei dem man anerkennt, dass Druck nicht immer hilft. Dass Festhalten nicht immer weiterbringt. Und dass Nachlassen manchmal der bessere Weg ist. Vielleicht sogar der einzige, der Bewegung ermöglicht und manchmal auch der einzige, der sich noch richtig anfühlt.
„Man muss nicht immer kämpfen. Manchmal ist Loslassen der mutigste Schritt.“ – Unbekannt
Dieses kleine Kaffee-Erlebnis hat mich als bekennende "Mitdemkopfdurchdiewandgängerin" tatsächlich nachdenklich gemacht. Vielleicht ist es im Leben oft genauso. Wir probieren, kämpfen, ziehen und zerren – und wundern uns, warum nichts fließt. Und dann, wenn wir einen Schritt zurücktreten und loslassen ... passiert es plötzlich ganz von allein.
Mit dieser Erkenntnis saß ich dann erneut auf meiner Lieblingsbank, genoss den hart erkämpften Kaffee und freute mich über den Frühling und das, was ich noch vorhatte. Etwas, auf das ich mich schon sehr, sehr lange gefreut habe: Ich habe ... Blümchen gekauft. Nichts Besonderes, aber trotzdem wunderschön. Und ich habe sie direkt eingepflanzt. Mit der Abendsonne im Nacken, Erde an den Fingern und diesem fröhlichen Gefühl im Herzen, dass er jetzt wirklich endlich da ist: der Frühling.
Und heute ist schon wieder ein ganz besonderer Tag. Denn eine der tollsten Frauen, die ich kenne hat Geburtstag 🩷 Meine kleine Schwester und beste Freundin. Und das ist auch der Grund, warum der heutige Feiertag so gut passt. Denn sie macht anderen eine Freude, einfach nur weil sie da ist 🥰
Heute Mittag wird die Sonne nur für sie scheinen, da bin ich ganz sicher. Wir werden hoffentlich draußen zusammen mit der Familie Kaffee trinken, und gemeinsam feiern. Ich freue mich schon sehr darauf.
Euch wünsche euch einen wunderschönen Dienstag mit ganz viel Sonnenschein ☀️
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