Spätes Gulasch und das kleine Glück in den Ritzen 💚

Veröffentlicht am 11. März 2026 um 06:59

„Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“- Hermann Hesse 

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser und happy Mittwoch (der schon mein zweiter nicht mehr freier ist 😉). Dafür hatte ich diese Woche aber schon einen freien Montag. Verrückt, oder? Zugegebenermaßen war das jedoch nicht ganz freiwillig. Denn er diente hauptsächlich einem Arzttermin und der damit verbundenen Wartezeit, die ich wohlweislich bereits eingeplant hatte. Und es stellte sich heraus, dass das sinnvoll war...

Denn der Großteil des Vormittags und ein Teil des Mittags bestand aus Warten. Viel Zeit zum Sitzen. Viel Zeit zum Beobachten. Und viel Zeit, über den Sinn des Lebens nachzudenken 🤣 Und auch darüber, was man mit dem restlichen Tag anfangen könnte. Auch hier hatte ich bereits vorausschauend geplant und mich mit meiner Freundin und Lieblings-Shoppingberaterin (die - wie wir mittlerweile alle wissen  - nicht gerne malt) verabredet.

Sie erwartete mich bereits mit einer leckeren Stärkung, die mir mehr als gelegen kam. Denn vor lauter Warten hatte ich doch glatt das Essen vergessen 😉 Nachdem wir eine Weile gegessen, geredet und die Sonne genossen hatten, begann der Teil, den ich eigentlich verschweigen wollte und deshalb nur recht knapp abhandeln werde... Wir haben einen kleinen Spaziergang gemacht. Und sind zufällig in der Stadt gelandet. Und wo wir schonmal da waren... sind wir auch in ein oder vielleicht auch zwei Läden gegangen. In denen zufälligerweise ein paar Schnäppchen zu finden waren... und Verkäuferinnen, die ihren Job verstanden.

Nun ja, danach haben wir es uns in einem kleinen Café gemütlich gemacht, die letzten Sonnenstrahlen genossen und danach noch eine sehr leckere hausgemachte Zimtschnecke zum Abschluss des Tages ❤️

Auf dem Heimweg dachte ich plötzlich: Eigentlich kann sogar ein Montag meinem Mittwochs-Motto gerecht werden. Wenn man frei hat sowieso – aber wahrscheinlich auch sonst, wenn man sich ein wenig Mühe gibt. Was zufällig ein gutes Stichwort ist für den Teil des Tages, der auf den vermeintlichen Abschluss folgte...ich habe gleich nach dem Nach-Hause-Kommen eine Entdeckung gemacht, die dazu geführt hat, dass ich gegen 20:15 Uhr damit angefangen habe... zu kochen 🤣

Beim Blick in den Kühlschrank fiel mir nämlich die Packung Bio-Fleisch ins Auge, die ich irgendwie vergessen hatte. Haltbarkeitsdatum: gestern. Und da ich Lebensmittel ungern verschwende, habe ich mich meinem Schicksal ergeben und ...  Gulasch gekocht 🙈 Nun wissen wir alle: Gulasch hat seine eigene Vorstellung von Zeit und braucht seine 1,5 bis 2 Stunden. Also stand ich in der Küche, rührte, probierte, ließ es köcheln, rührte wieder – und bewachte den Topf bis ungefähr halb elf. Dann kam das fertige Gulasch zufrieden in den Kühlschrank und ich ziemlich müde ins Bett.

Der Dienstag begann deutlich ruhiger. Ein ganz normaler Homeoffice-Tag zu Hause, Schreibtisch, Kaffee, ein paar Termine und E-Mails. Keine besonderen Vorkommnisse. Bis auf die Tatsache, dass meine Katze beschlossen hatte, mich konsequent zu ignorieren. Während ich sonst immer glaube, dass sie mich schmerzlich vermisst, wenn ich nicht da bin, schien sie eher der Meinung zu sein, meine Anwesenheit sei völlig überbewertet. Vielleicht sogar ein bisschen lästig und störend beim ausgiebigen Schonprogramm...

Nach Feierabend bin ich noch kurz in den Garten gegangen, habe hier ein bisschen gezupft, dort geschaut, wie sich alles entwickelt. Und dabei entdeckte ich etwas, das mich spontan zum Lächeln gebracht hat:

Zwischen zwei Pflastersteinen auf dem Weg hatte sich ein winziges Gänseblümchen seinen Platz gesucht. Ein paar Blätter, eine kleine Blüte – und eine erstaunliche Entschlossenheit. Als wollte es sagen: Hier wachse ich jetzt. Punkt.

Ich habe darüber geschmunzelt, weil solche kleinen Überraschungen den Garten für mich immer besonders machen. Und weil ich Gänseblümchen wirklich sehr mag. Auch, weil sie so tapfer sind und irgendwie gute Laune machen. Und heute Morgen lese ich dann von einem dieser wunderbar kuriosen amerikanischen Feiertage: dem „Festival of Life in the Cracks Day“ – dem Fest des Lebens in den Ritzen.

Ein Tag, der daran erinnert, dass Leben selbst dort wächst, wo man es eigentlich nicht erwartet. Und plötzlich wurde das Blümchen von gestern zu einer kleinen Erinnerung daran, dass nicht alles perfekt vorbereitet sein muss, damit etwas wachsen kann. Dass manchmal gerade dort etwas Neues entsteht, wo wir es nicht geplant haben. In einer Lücke, in einem Umweg, in einem Moment, der eigentlich ganz unscheinbar beginnt. Und dass auch trotz scheinbar widriger Umständen etwas Schönes wachsen kann - wenn man beharrlich ist und nicht beim kleinsten Widerstand aufgibt. 

Das Leben findet seinen Weg. Im Garten. Zwischen den Steinen. Im Leben... und manchmal auch mitten in einem ganz normalen Montag oder Dienstag. Hoffentlich auch in einem Mittwoch 😉 Ich wünsche es euch und mir von Herzen 💚

 

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