Unspektakuläres Glück 🩷

Veröffentlicht am 21. März 2026 um 09:23

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser und happy Samstag 🩷 Ich hoffe, dass es euch gut geht und ihr gestern einen schönen Tag hattet. Gestern war nämlich nicht irgendein Freitag. Gestern war Weltglückstag. Und weil der irgendwie perfekt zu unserem Thema passt, möchte ich ihm eine Geschichte widmen. Auch wenn mein Tag gestern im klassischen Sinne unspektakulär war. Trotzdem habe ich mir wirklich Mühe gegeben, ihn auch gebührend zu feiern. Also so richtig. Bis zum letzten Sonnenstrahl.

Begonnen hat alles – wie es sich gehört – mit dem Morgenkaffee auf der Lieblingsbank. Es war frisch. Also wirklich frisch. So frisch, dass der Kaffee schneller kalt wurde, als ich „Glück“ denken konnte. Aber die Sonne war da. Und das zählt ja bekanntlich doppelt im März und reicht für positive Stimmung und gute Laune. Auch unabhängig vom offiziellen Feiertag 😉 Während ich also auf der Lieblingsbank saß, fragte ich mich, was es damit auf sich hat. Denn irgendwie bin ich der Meinung, dass jeder Tag es verdient hätte, ein Glückstag zu sein.

Aber offensichtlich haben die Vereinten es für nötig gehalten, den 20. März zum Tag des Glücks zu ernennen. Ich stelle mir ein bisschen vor, wie da irgendwo Menschen zusammensaßen und gesagt haben: „Wir brauchen mehr Glück auf der Welt.“ Und dann haben sie einfach einen Tag dafür gemacht. Finde ich grundsätzlich eine sehr gute Idee. Könnte man allerdings öfter machen.

Mein Vormittag war dann erstmal… naja… sagen wir: organisiert glücklich. Homeoffice. Drinnen. Mit Blick nach draußen. Und dieser Blick hatte es in sich. Denn während ich versuchte, konzentriert zu arbeiten, passierte draußen dieses typische Frühlingsding: Licht, das einfach gute Laune macht. Knospen, die so tun, als hätten sie es eilig. Und ein Garten, der leise ruft: „Komm raus.“ Weil ich viel zu tun hatte, habe ich die Rufe aber erstmal ignoriert und weiter gearbeitet. 

Irgendwann habe ich dann aufgegeben. Also das Drinnenbleiben. Nicht das Arbeiten (das möchte ich an dieser Stelle kurz betonen). Und bin rausgegangen. Raus in die Sonne zu meinen Vögelchen, dem munteren Summen und Brummen und ab da wurde es gut. So richtig gut.

Ich habe gearbeitet, ja. Aber draußen. Und irgendwie ist das eine ganz andere Kategorie von Arbeit. Mehr so: Ich mache was – und gleichzeitig passiert Leben. Zwischendurch habe ich einfach nur rumgestanden und meinen wunderschönen Pfirsichbaum bewundert. Kennt ihr das? Man geht raus, hat eigentlich einen Plan… und steht dann einfach da. Schaut. Atmet. Vergisst kurz, was man eigentlich wollte. Ich glaube, das ist auch eine Form von Produktivität. Eine sehr angenehme sogar.

Und dann, als ich ein paar Meter meines Gartenweges vom Unkraut befreit hatte und weil mein Rücken ein Veto einlegte, machte ich Feierabend. Und dann... kam ganz spontan noch ein kleiner Glücksmoment dazu, der so gar nichts mit Garten zu tun hatte – und irgendwie doch alles: Meine Reiseunterlagen für Cornwall sind angekommen. 27 Tage...

Ich habe den Reiseplan begutachtet, mir die Fotos der Orte angeschaut, die ich ganz bald besuchen werde und mich kurz gefragt, ob man sich eigentlich schon freuen darf, obwohl man noch gar nicht da ist. Antwort: Ja. Definitiv ja. Ich glaube nämlich, dass es sowas wie vorsorgliches Glück gibt. 

So eine Art Vorfreude mit Ansage. Die sitzt dann einfach schon da und sagt: „Ich bleibe jetzt hier, bis es losgeht.“ Und genau das hat sie gestern getan. Sie hat sich ganz gemütlich neben mich auf die Bank gesetzt. Und wir haben gemeinsam die Aussicht und die Aussichten genossen. 

Der Rest des Tages war unspektakulär. Im besten Sinne. Sonne, ein bisschen tun, ein bisschen nichts tun, wieder Kaffee (diesmal bewusst schneller trinken), und dieses leise Gefühl, dass gerade alles ziemlich richtig ist. Und dann... dachte ich an ein Zitat von Marcus Aurelius:

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“

Und daran, dass es vielleicht genau das ist. Dass wir gar nicht so viel brauchen, um einen Glückstag zu haben.  Nur den Blick dafür. Denn manchmal reicht schon ein sonniger Gartentag, ein bisschen frische Luft und eine Reise, die noch gar nicht begonnen hat. Gestern war Weltglückstag. Und ich glaube, ich habe ihn ganz gut erwischt.

Jetzt werde ich ganz gemütlich noch einen Kaffee trinken und dann....Müll sammeln gehen 🤣 Eine Tätigkeit, die vermutlich nicht besonders angenehm wird, aber trotzdem sinnvoll ist. Denn die Natur vom Müll zu befreien ist ganz sicher eine gute Sache. 

Ich wünsche euch einen schönen Samstag und ganz viel Glück 🍀

 

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