Bilder im Kopf...

Veröffentlicht am 27. März 2026 um 08:18

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 💛 Heute bin ich mit einem Bild aufgewacht. So einem, das Gefühle "in Worte" fassen kann, für die man keine Worte hat. Es kam nicht zufällig.Es kam aus Gedanken, die mich gestern beschäftigt haben. Über Menschen. Über Begegnungen. Über dieses leise Ungleichgewicht, das man manchmal spürt, ohne es sofort benennen zu können.

Das Bild ist ein Konzert. Früher wäre ich gerne und ohne Zögern hingegangen. Ich hätte mich gefreut, hätte mir Zeit genommen, wäre vielleicht sogar ein Stück gefahren, hätte Geld bezahlt – einfach, weil ich dachte: Das wird es wert sein. Und oft war es das auch.

Aber manchmal sitzt man dann dort und merkt: Irgendetwas stimmt nicht. Nicht, weil die Musik schlecht ist. Nicht, weil jemand sich keine Mühe gibt. Sondern, weil es einen selbst nicht erreicht. Weil die Energie nicht zurückkommt. Weil das, was man gibt – Aufmerksamkeit, Offenheit, Präsenz und Emotionen – irgendwo im Raum stehen bleibt und nicht wirklich aufgenommen wird.

Und dann beginnt man, sich innerlich ein Stück zurückzunehmen. Ganz leise - fast unbemerkt. Man hört noch zu. Man bleibt noch sitzen. Aber man gibt nicht mehr ganz so viel.

Und irgendwann kommt dieser Gedanke: Würde ich wieder losfahren, Zeit investieren, mich darauf einlassen – auch dann, wenn ich nicht mehr sicher bin, ob es mich wirklich erreicht?

Das ist keine laute Frage oder eine, die man logisch beantworten kann.  Eher eine, die zwischen zwei Gedanken auftaucht und einfach stehen bleibt. Wie ein Gefühl, dass man nicht in Worte fassen kann. Und dann... entdeckt man vielleicht Dinge, die einem früher verborgen geblieben sind. 

„Die wirkliche Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu suchen, sondern neue Augen zu haben.“ – Marcel Proust

Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem es nicht mehr nur um Konzerte oder Theater geht. Sondern um uns. Um Begegnungen. Um Gespräche. Und um dieses feine Gleichgewicht zwischen Nähe und Abstand. Denn auch dort kann es passieren, dass man sich freut, dass man hingeht, dass man bleibt – und irgendwann merkt: Ich werde gerade nicht wirklich erreicht. Es geht hier nicht um mich. 

Vielleicht ist es genau das, was in solchen Momenten mit uns passiert. Dass wir merken, wenn Begegnung nicht mehr Begegnung ist. Wenn aus Leichtigkeit ein Abwägen wird. Wenn aus Freude ein kleines bisschen Vorsicht entsteht. Und dass man dann anfängt, sich selbst wieder ein Stück näher zu kommen. Vielleicht liegt das Glück nicht darin, irgendwo zu bleiben, nur weil man einmal so gerne hinwollte... Sondern darin, ehrlich zu sich selbst zu sein, wenn sich etwas verändert hat.

Gestern war übrigens ein Tag, der sich ganz anders angefühlt hat. Zuerst ein ganz normaler Arbeitstag im Homeoffice (wenn man von einem kurzen Stromausfall absieht) und danach einer dieser entspannten Nachmittage, die in einen schönen Abend übergehen. 

Meine beiden "Wellnessfreundinnen" und ich haben die Saison eröffnet. Mit Gurkenwasser im Garten, der zuerst in der Sonne lag, so freundlich, dass man kurz vergessen konnte, dass es noch März ist.  Dann hat es uns – im wahrsten Sinne des Wortes – das Draußensein verhagelt. Also sind wir nach drinnen gegangen, haben den Gasofen an- und einfach weitergemacht. Gespräche, Lachen, dieses warme Gefühl, wenn man merkt: Hier ist alles, wie es sein soll. 

Später gab es dann sehr leckeres Sushi und einen schönen entspannten Abend, in dessen Verlauf wir ganz nebenbei  schon das nächste Highlight geplant haben: drei Wellnessstage in Bad Windsheim. Mittlerweile eine kleine Tradition, die wir jährlich genießen. 

Das sind diese Momente, bei denen man nichts hinterfragen muss. Bei denen man nicht überlegt, ob es sich lohnt. Weil man es einfach spürt und ohne Vorbehalte einfach genießen kann. 

Als ich später nach Hause gegangen bin, hat sich dann doch noch etwas gemeldet. Vermutlich eine Erkältung, die mir sagen möchte, dass ich in den letzten Tagen zu wenig Ingwer zu mir genommen habe...Der Hals kratzt ein bisschen, die Nase kitzelt – ihr kennt das bestimmt. Und wisst, dass man das definitiv nicht gebrauchen kann. Aber schauen wir mal, was wird.

Jetzt scheint die Sonne und ich sitze hier mit meinem Kaffee und Blick auf meine erste Sonnenblume der Saison und denke: Vielleicht sind es genau diese inneren Bilder, die uns helfen zu verstehen, was wir fühlen. Und vielleicht dürfen wir uns manchmal einfach fragen: Bin ich noch gerne dort? Oder bleibe ich nur, weil ich einmal so gerne dort war?

Denn das Glück liegt nicht darin, mehr zu geben, als zurückkommt. Sondern darin, die Orte und Menschen zu erkennen, bei denen sich alles ganz selbstverständlich richtig anfühlt.

Ich wünsche euch einen sonnigen Start in den Tag - auch wenn noch alles gefroren ist 💚

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