Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Habt ihr heute schon etwas Verrücktes getan? Wenn nicht, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen - oder euch zumindest etwas zu überlegen. Denn heute ist der "Einmal am Tag etwas Verrücktes tun - Tag" in Deutschland. Und irgendwie gefällt mir die Idee. Auch wenn ich mich momentan selbst nicht in der Lage sehe, da mitzumachen.
Ich bin nämlich krank. Und wenn ich auf die letzten zwei Tage schaue, dann habe ich noch einen Feiertag verpasst: Der gestrige "Ehrentag des Unkrauts" hat sich bei mir nämlich nicht im Garten abgespielt, sondern eher… auf meiner eigenen kleinen inneren Fläche. Nase zu, Kopf vernebelt... einfach nur Müdigkeit, Kälte und das Bedürfnis, mich zurück zu ziehen, auszuruhen und... zu überleben 🤣 Was Erkältungen angeht, bin ich wohl wirklich ein richtiges Weichei...
Gestern habe ich tatsächlich zuerst überlegt, einfach im Bettchen zu bleiben. Was irgendwie gar nicht mein Ding ist und selten funktioniert. Und so war ich am Ende dann doch draußen – auf meiner Lieblingsbank. Eingepackt wie ein kleines Gartenpaket: Kuscheldecke, Schal, eine große Tasse Tee statt meines üblichen Kaffees. Die Luft war kühl, der Himmel grau, und alles war ein bisschen stiller als sonst. Kein großes Werkeln, kein Unkrautjäten, kein „Ich mache noch schnell…“. Eher ein ganz bewusstes Nichtstun (wenn man vom Naseputzen und Niesen absieht).
Und wisst ihr was? Es war gar nicht so schlimm. Vielleicht war es sogar genau das Richtige am Ehrentag des Unkrauts: nichts auszureißen. Weder draußen noch drinnen. Einfach mal nichts tun und möglichst viel Ingwer in allen Varianten konsumieren. Das hatte ich nämlich in der vergangenen Woche irgendwie schleifen lassen. Und deshalb die Theorie aufgestellt, dass ich vielleicht gar nicht krank war, sondern einfach nur unter-ingwert 😉 Nun, da habe ich gestern intensiv gegengesteuert.
Der Rest des Tages hat sich dann irgendwo zwischen Couch, Bett und kleinen Inseln aus Podcasts, Seiten in einem Buch und ersten zaghaften Begegnungen mit meiner Osterdeko abgespielt. Alles ein bisschen langsamer, als sonst. Alles ein bisschen freundlicher zu mir selbst. Und begleitet von literweise Ingwertee und Vitamin C. Was meiner Meinung nach sehr hilfreich war.
Heute ist dieser „Tu-etwas-Verrücktes-Tag“, der quasi noch unbeschriftet vor mir liegt. Und ich sitze hier mit meinem Morgenkaffee (ja, er ist zurück!) und merke: Ich fühle mich besser. Noch nicht bei hundert Prozent, aber deutlich mehr ich selbst als gestern. So ein bisschen wie frisch zurück im Leben – nur eben mit angezogener Handbremse. Was gut ist, denn (wie ihr wisst) ist heute Familientag.
Und der wird stattfinden. Vielleicht nicht in voller Lautstärke und mit einem kleinen Sicherheitsabstand. Ganz bestimmt ein bisschen vorsichtiger als sonst. Aber ich werde später zu meinen Eltern fahren.
Zuerst aber genieße ich die Sonnenstrahlen, die gerade um die Ecke spitzen und mir zeigen, dass heute ein besserer Tag wird. Den ich genießen kann, weil ich mich in den letzten Tagen gezwungenermaßen ausgeruht habe - körperlich und auch innerlich.
„Manchmal ist das Produktivste, was du tun kannst, dich auszuruhen.“ – Mark Black
Und während ich hier so sitze, mit warmem Kaffee in der Hand und einer Nase, die eindeutig anderer Meinung ist als ich, merke ich: Vielleicht liegt das kleine Glück heute genau hier. Nicht im Verrückten. Nicht im Besonderen. Sondern im Erlauben.
Im Nicht-Müssen.
Und wer weiß – vielleicht ist genau das mein persönlicher Beitrag zu diesem kuriosen Feiertag. Ein bisschen weniger Anspruch, ein bisschen mehr Nachsicht. Und ein ganz leises „Ist schon okay so - es kommen weitere Tage zum Bäume-ausreißen."
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, an dem ihr euch selbst ein kleines bisschen überrascht. Oder euch einfach in Ruhe lasst. 🩷
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