„Die schönsten Dinge im Leben sind keine Dinge.“ – Art Buchwald
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Jetzt hat schon wieder eine neue Woche begonnen und übermorgen haben wir schon April. Verrückt, wie ich finde. Aber irgendwie auch verrückt schön. Denn das bedeutet, dass wir mittlerweile wirklich mitten im Frühling sind, in der Sommerzeit und... dass ich in genau 18 Tagen im Flieger Richtung England sitzen werde 😉
Und mit dieser Aussicht blicken wir zuerst nochmal zurück zum Sonntag. Der war nicht nur eine Stunde kürzer, sondern für mich auch deutlich besser, als die Tage zuvor. Das war direkt nach dem Aufwachen klar. Ich war noch nicht wieder ganz fit, aber auf dem Weg dahin. Und das habe ich (natürlich) im Garten gefeiert. Mit einem Morgenkaffee auf der Lieblingsbank 🩷
Die Luft war noch kühl, so ein bisschen frisch im Gesicht, und ich habe mich in die Kuscheldecke gekuschelt, um die Sonnenstrahlen und das Zwitschern meiner Vögelchen zu genießen. Und den Anblick all der Blumen und Farben um mich herum. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Doch dann blieb mein Blick an den wunderschönen Tulpen hängen, die innerhalb weniger Tage ihre prallen Köpfe Richtung Sonne gestreckt haben und einfach alles geben im Moment. Genau wie die Büsche und Bäume um mich herum.
Und ich saß mittendrin und habe gemerkt, wie gut mir genau das gerade tut. Kein Machen, kein Müssen. Einfach nur Genießen (und vielleicht auch ein bisschen telefonieren).
Gegen Mittag bin ich dann zu meinen Eltern gefahren, um eines meiner liebsten Rituale zu zelebrieren: meinen Familientag 🩷 Und ich habe schon auf dem Weg zu meinen Eltern gemerkt, wie sehr ich mich darauf freue. Ich genieße das das ja immer – aber wenn es mir nicht so gut geht oder ging, dann ist das nochmal etwas anderes. Dann fühlt sich das noch sehr viel besser an. Und während ich das dachte, fiel mir wieder der Palmsonntag vor 5 Jahren ein... Corona. Lockdown. Kontaktverbot. Drei Wochen lang durfte ich meine Familie nicht besuchen. Drei Wochen, die sich wie Monate anfühlten. Und die mir sehr deutlich gezeigt haben, was alles nicht selbstverständlich ist...
Ich verwarf den Gedanken wieder, ais ich bei meinen Eltern ankam und freute mich, dass diese verrückte Zeit vorbei ist. Dann gab es Spaghetti à la Mama. Und ich weiß nicht, was genau daran so besonders ist – aber ich habe noch keine besseren gegessen 😉
Nachdem wir noch eine Weile geredet hatten, ging es dann gemeinsam weiter zu meiner Schwester. Die hatte zur Feier des Familientages wieder ihre leckeren Zimtschnecken gemacht.
Warm... Noch ein bisschen weich. Und mit diesem Duft nach Zimt, der sofort alles ein bisschen gemütlicher macht. Wir haben einfach zusammengesessen, geredet, gelacht.
Nichts Großes. Keine besonderen Themen (wenn man von ein paar Nachrichten aus der Welt absieht, die einem wirklich Angst machen können). Aber dieses Gefühl von Nähe.
Und genau da habe ich wieder gemerkt, wie sehr ich diese Zeit liebe und wie gut sie mir tut. Und auch, was mir damals vor 5 Jahren so sehr gefehlt hatte...
Am Abend bin ich nochmal in den Garten gegangen, um den Tag auf der Lieblingsbank ausklingen zu lassen. Die Sonne war schon fast hinter den Bäumen verschwunden und zauberte dieses warme Licht, das mich immer wieder staunen lässt. Ich saß da, habe abwechselnd aufs Handy und meine Tulpen geschaut und beim Scrollen bin ich dann über eine kleine Geschichte gestolpert.
Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich fand, dass mich die Geschichte nicht aus Zufall gefunden hat. Denn sie passte einfach perfekt zu diesem Tag:
Ferkel murmelte leise: „Puh… im Moment macht mir die Welt ein bisschen Angst.“
Winnie Puuh dachte einen Moment nach und antwortete:
„Mir geht es manchmal genauso.“
„Was sollen wir dann tun?“ fragte Ferkel.
Puuh lächelte sanft und sagte: „Wir tun das, was wir immer tun.“
„Und was ist das?“ fragte Ferkel neugierig. „Wir kümmern uns umeinander.“
Sie saßen eine Weile schweigend zusammen.
Schließlich sagte Puuh: „Weißt du, Ferkel… die Welt hatte schon immer ihre Stürme. Aber es gab auch immer Menschen, die kleine Lichter in der Dunkelheit anzünden.“
Und jedes Mal, wenn jemand etwas Freundliches tut, etwas Nettes sagt oder einfach jemandem die Hand hält…
wird die Welt ein wenig heller.
Also, wenn du dies liest – sei heute eines dieser Lichter.
Die Welt braucht mehr davon.
Und während ich da auf meiner Bank saß, zwischen meinen Tulpen, diesem weichen Abendlicht und einem richtig schönen Familientag im Herzen, dachte ich: Vielleicht ist es genau das. Dieses Aufgehoben-Sein. Dieses Gefühl, dass jemand da ist.
Dass man nicht alleine ist. Und dass es manchmal schon reicht, einfach zusammen zu sitzen. Zu essen. Zu lachen. Da zu sein. Und irgendwo dazwischen wird es wieder ein bisschen heller.
Habt einen schönen Tag – und vielleicht wird es heute ja hier und da ganz unabhängig von der Zeitumstellung) noch ein bisschen heller 🩷
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