Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser ❤️ Ich melde mich pünktlich zum heutigen Mittwoch nach ein paar Tagen Schreibpause zurück. Die Pause entstand übrigens nicht, weil ich nichts zu erzählen gehabt hätte, sondern weil ich schlicht keine Zeit zum Schreiben gefunden habe. Die letzten Tage waren nämlich ziemlich ereignisreich... und deshalb gibt es heute einiges nachzuholen.
Los ging alles am Samstag mit dem Schulfest der Regenbogenschule in Emmersweiler. Das hatte ich ja bereits angekündigt. Und um möglichen Missverständnissen direkt vorzubeugen: Meine Schwester war dort nicht als Schülerin unterwegs, sondern als Lehrerin. Die Regenbogenschule ist eine Schule zur Förderung der geistigen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen. Und ich bin sehr froh darüber, dass es solche Einrichtungen gibt.
Wenn ich ganz ehrlich bin, macht mich noch etwas anderes sehr glücklich. Nämlich dass meine Schwester genau dort arbeitet. Ich glaube, wir alle wünschen uns für die Menschen, die wir lieben, dass sie etwas finden, das sie erfüllt. Einen Ort, an dem sie gerne sind. Eine Aufgabe, die Sinn ergibt. Wenn ich meine Schwester dort erlebe, habe ich genau dieses Gefühl. Dass sie nicht einfach nur einen Beruf gefunden hat, sondern ihre Berufung. Das macht mich unglaublich stolz. Und es macht mich dankbar, dass die Kinder und Jugendlichen dort Menschen an ihrer Seite haben, die ihren Job nicht nur machen, sondern ihn mit ganzem Herzen leben.
Schon beim Betreten der Schule hatte ich dieses angenehme Gefühl, willkommen zu sein. Die Räume waren liebevoll gestaltet, überall wurde gelacht, geredet und gemeinsam erlebt. Vor allem aber hat mich beeindruckt, wie selbstverständlich dort miteinander umgegangen wird. Nicht geschniegelt und gestriegelt, sondern herzlich, lebendig und einfach menschlich.
Besonders begeistert hat mich die Band "Blind Audition". Eine Band, die über sich selbst sagt: "Wir sind besonders. Wir sind gut. Nicht OBWOHL wir besonders sind, sondern WEIL wir besonders sind." Und dem kann ich definitiv aus vollem Herzen zustimmen ❤️ Ich hatte das Glück, die jungen Musikerinnen und Musiker bereits einmal erleben zu dürfen. Und schon damals haben sie mich verzaubert. Am Samstag war das nicht anders - im Gegenteil. Es gibt Menschen, die betreten eine Bühne und man merkt sofort, dass sie genau dort hingehören. So ging es mir bei ihnen. Sie haben mit so viel Freude musiziert, dass man automatisch lächeln musste. Für einen Moment war völlig egal, wer welche Einschränkung hat. Da standen einfach junge Menschen auf einer Bühne und machten großartige Musik.
Deshalb habe ich heute eine kleine Bitte an euch. Für die Regenbogenschule und auch für Blind Audition läuft aktuell ein Wettbewerb, bei dem abgestimmt werden kann. Ich verlinke euch die Aktion hier und würde mich riesig freuen, wenn ihr euch einen Moment Zeit nehmt und eure Stimme dalasst. Ich kann euch versprechen, dass sie dort gut aufgehoben ist.
Bevor der Samstag zu Ende ging, gab es übrigens noch einen kleinen Gartenmoment, über den ich mich sehr gefreut habe : Ich habe die erste Gurke der Saison geerntet 💚Sie war weder besonders groß noch besonders spektakulär, aber sie war die erste. Und wie das bei den ersten Erdbeeren, den ersten Tomaten oder eben der ersten Gurke so ist, schmecken sie grundsätzlich besser als alle, die danach kommen. Und selbstverständlich wurde sie anschließend feierlich verspeist. Was ich für einen sehr gelungenen Abschluss des Samstags halte 😉
Der Sonntag verlief dann aus Gründen anders, als üblich. Denn ich hatte Pläne. Deshalb haben wir unseren Familientag einfach um ein paar Stunden vorgezogen. Und ich habe ein gemütliches Frühstück mit meiner Mama genossen, bevor ich mich gegen Mittag auf den Weg nach Düsseldorf machte. Wo nicht nur ein wirklich besonderes Hotel, sondern auch meine Freundin mich erwarteten.
Mein Zimmer war im Stil von Paris eingerichtet, was natürlich sofort einen Nerv bei mir getroffen hat. Und dann gab es dort auch noch eine Versuchung, der ich kaum widerstehen konnte... Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass Baden zu meinen absoluten Lieblingsbeschäftigungen gehört. Im Hotel mache ich das normalerweise nicht. Aber dieses Hotel hatte eine freistehende Badewanne auf dem Balkon. Auf dem Balkon im 13. Stock über den Dächern von Düsseldorf. 🤣Daneben eine gemütliche Sitzecke, eine wunderbare Aussicht und das Gefühl, den Alltag für einen Moment einfach unten auf der Straße gelassen zu haben.
Manche Orte schaffen es innerhalb weniger Minuten auf die persönliche Liste der Lieblingsorte. Dieser gehörte dazu. Bevor ich allerdings die Badewanne näher kennenlernen konnte, traf ich mich erst einmal mit meiner Freundin in der Skybar des Hotels. Mit einem Getränk in der Hand, Düsseldorf zu unseren Füßen und jeder Menge Gesprächsstoff haben wir einfach die gemeinsame Zeit genossen. Irgendwann meldete sich dann der Hunger und wir zogen weiter in eine Tapas-Bar. Dort geschah etwas, das uns beide überraschte. Wir bestellten Tapas, die wirklich sehr lecker waren und teilten sie. Am Ende waren wir dann erstaunt darüber, wie wenige es eigentlich geworden waren. Offenbar werden auch wir gelegentlich vernünftig. Zumindest kurzfristig.😉
Anschließend ging es mit einem Uber Richtung Rheinufer. Die Fahrt war für mich zwischenzeitlich etwas aufregend, weil ich fest davon überzeugt war, entweder im falschen Auto zu sitzen oder gerade Zeugin eines kreativen Betrugsversuchs zu werden. Das Taxameter zeigte nämlich deutlich höhere Beträge an als die App. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass alles seine Ordnung hatte und lediglich mein innerer Sicherheitsbeauftragter kurz Dienst nach Vorschrift gemacht hatte.
Am Rhein angekommen, schlenderten wir gemütlich an Restaurants und Cafés vorbei und wollten eigentlich nur noch etwas trinken gehen. Eigentlich. Dann entdeckten wir am Stadtstrand zwei freie Liegestühle und entschieden spontan, dass die auf uns gewartet hatten. Bei chilliger Musik, sommerlichen Temperaturen und einem kühlen Getränk genossen wir die Aussicht und unsere Gesellschaft... und während die Sonne langsam hinter dem Rhein versank, gab es für eine ganze Weile nichts zu tun, außer dazusitzen und diesen Abend zu genießen. Es war einer dieser Momente, die man nicht planen kann. Einer dieser Momente, die später trotzdem zu den schönsten Erinnerungen gehören.🩷
Später landeten wir noch einmal an der Hotelbar, wo wir tatsächlich Tee trinken wollten. Nun könnte man davon ausgehen, dass eine Hotelbar Tee besitzt. Diese Annahme erwies sich aber leider als falsch. Und so mussten wir auf andere Getränke ausweichen und haben dieses schwere Schicksal mit bemerkenswerter Würde getragen.
Irgendwann fuhr meine Freundin dann nach Hause und ich zog mich in mein kleines Pariser Boudoir zurück, wo die Badewanne vergebens auf mich wartete, weil ich dann doch die Dusche im Zimmer vorzog. Und ich verbrachte eine wunderbar entspannte Nacht.
Der Montag begann mindestens genauso entspannt. Da unsere Teamtagung in Radevormwald erst mittags startete, konnte ich zunächst ganz in Ruhe frühstücken - mit spektakulärem Ausblick hoch über den Dächern von Düsseldorf. Da schmeckte es gleich doppelt so gut.
Anschließend entdeckte ich noch eine kleine Kaffeebar, die mich sofort an mein geliebtes Paris erinnerte. Also setzte ich mich dort noch eine Weile hin, beobachtete die Menschen und genoss diesen kleinen Luxus, einfach Zeit zu haben. Danach ging es dann ganz entspannt weiter nach Radevormwald zu unserer Teamtagung.
Die beiden Tage waren intensiv und durchaus anstrengend für die grauen Zellen, gleichzeitig aber auch sehr schön. Wir haben gemeinsam earbeitet, gute Gespräche geführt, viel gelacht und am Abend einen Escape Room veranstaltet. 🩷
Gestern Mittag machte ich mich schließlich wieder auf den Heimweg und feierte währenddessen die ersten 1000 Kilometer meines neuen Flitzers - die er übrigens mit Bravour gemeistert hat. Bislang verstehen wir uns ausgezeichnet. Er fährt zuverlässig, macht genau das, was er soll, und hat mich entspannt durch alle Termine und Ausflüge der vergangenen Tage begleitet. Ich würde sagen, wir beide sind auf einem guten Weg.
Die Strecke führte durch die Eifel und erinnerte mich dabei erneut daran, dass es dort ungefähr genauso viele öffentliche Toiletten gibt wie Palmenhaine. Darüber möchte ich mich heute allerdings nicht weiter auslassen.
Zu Hause angekommen wurde ich dann von Petrus begrüßt. Und zwar sehr herzlich... Kaum war ich angekommen, öffnete er sämtliche Himmelschleusen gleichzeitig und gab sogar ein kleines Konzert aus Donner und Blitz. Untermalt mit sintflutartigem Regen. Was meinen Plan vom Gießen spontan überflüssig machte. Denn innerhalb weniger Minuten bekam mein Garten eine Bewässerung, die vermutlich auch für die nächsten Tage reichen wird.
Und so setzte ich mich auf die Lieblingsbank, lauschte dem Konzert, freute mich darüber, wieder zu Hause zu sein. Und dachte über die letzten Tage nach, die nicht nur viele Kilometer, sondern auch jede Menge schöner Momente zu bieten hatte. 💜
Jetzt ist Mittwoch und damit mein einziger ganz normaler Arbeitstag in dieser Woche. Morgen ist nämlich Feiertag und ich habe mir zusätzlich einen Brückentag gegönnt. Für alle, die jetzt denken, ich hätte ständig frei: Nein. Ich habe lediglich irgendwann gelernt, dass ein gut geplanter Urlaub fast genauso schön sein kann wie der Urlaub selbst.
Zum Schluss möchte ich euch noch ein Zitat schenken, das für mich wunderbar zu den letzten Tagen und eigentlich auch zu einem glücklichen Leben passt: „Die schönsten Dinge im Leben sind keine Dinge.“ — Art Buchwald»
Wenn ich auf die letzten Tage zurückblicke, dann waren es genau diese Dinge, die sie so besonders gemacht haben. Die Musik in der Regenbogenschule. Der Stolz auf meine Schwester. Die erste Gurke aus dem Garten. Das Wiedersehen mit einer guten Freundin. Ein Sonnenuntergang am Rhein. Gespräche, Lachen und gemeinsame Zeit. Das gute Gefühl, einen erfüllenden Job zu haben...
Ich wünsche euch einen wunderschönen Mittwoch, passt gut auf euch auf und sammelt viele kleine Augenblicke, die euren Tag ein bisschen heller machen 🫶
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