Traces - Spuren die bleiben ❤️

Veröffentlicht am 15. Juni 2026 um 08:10

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 💚 Hiermit melde ich mich zurück aus einer kleinen "Konzertpause". Ich hatte euch ja erzählt, dass ich am Wochenende etwas vorhabe, und entsprechend war der Freitag noch einmal ziemlich vollgepackt. Arbeiten, Garten versorgen, Coco bespaßen, Koffer packen und gedanklich schon mal Richtung Rhein reisen. Manchmal beginnt die Vorfreude ja lange bevor man tatsächlich losfährt.

Am Samstagmorgen ging es zunächst zum Mädelsfrühstück mit meiner Mama. Wir haben gemütlich zusammengesessen, gequatscht, gelacht und die Zeit genossen. Genau so also, wie ein Wochenende beginnen sollte. Danach saßen wir noch eine Weile in der Sonne, bevor meine Schwester und ich uns dann auf den Weg Richtung Rhein gemacht haben - natürlich mit meinem neuen Flitzer. 

Und dort begann dann nach rund 2 Stunden Fahrt ein Wochenende, das bei mir viele schöne Spuren hinterlassen hat. Den Samstag haben wir nämlich ganz bewusst entschleunigt. Wir haben etwas gemacht, das man viel zu selten tut: einfach mal nichts tun. Aber mit Chauffeur und spektakulär schönen Aussichten. Wir haben uns auf ein Schiff gesetzt und uns zweieinhalb Stunden über den Rhein fahren lassen. Mit hochgelegten Füßen auf dem Sonnendeck, blauem Himmel über uns, dem Wind um die Nase und einem Getränk in der Hand.

Wir haben Burgen bestaunt, die Weinberge betrachtet, Menschen beobachtet und über alles Mögliche geredet. Über wichtige Dinge, über unwichtige Dinge, über Erinnerungen, Pläne und das Leben. Zwischendurch mussten wir allerdings aufpassen, dass mein Hut und unsere Gläser nicht beschließen, ohne uns weiterzureisen. Der Wind hatte nämlich durchaus seinen eigenen Kopf.

Für ein paar Stunden gab es nichts zu erledigen, keine Verpflichtungen, keine Termine und kein Müssen. Es gab einfach nur Zeit. Zeit zum Schauen, zum Reden, zum Lachen und zum Genießen. Und manchmal sind genau das die Momente, die die tiefsten Spuren hinterlassen.

Während wir so über den Rhein gefahren sind, wurde mir wieder einmal bewusst, wie schön unsere Heimat eigentlich ist. Manchmal schaut man voller Fernweh auf die Landkarte, plant Reisen in ferne Länder und träumt von spektakulären Landschaften. Dabei liegen manche der schönsten Orte direkt vor unserer Haustür. Die Region rund um St. Goar, St. Goarshausen und die Loreley gehört für mich definitiv dazu. Die steilen Weinberge, die Burgen hoch über dem Rhein, die kleinen Orte am Ufer und die Aussicht auf das Mittelrheintal sind wirklich beeindruckend. An manchen Stellen fühlt man sich fast wie im Urlaub in einem anderen Land.

Und während wir dort saßen, die Sonne genossen und die Landschaft an uns vorbeiziehen ließen, musste ich an ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe denken: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“ Genau so hat es sich angefühlt. Manchmal muss man gar nicht ans andere Ende der Welt reisen, um etwas Besonderes zu erleben. Manchmal reicht eine Fahrt an den Rhein, ein freier Tag, ein bisschen Sonnenschein und ein Mensch, mit dem man diese Momente teilen kann.

Nach unserer kleinen Rheinkreuzfahrt hatten wir uns das Abendessen mehr als verdient. Also haben wir uns einen wunderschönen Landgasthof gesucht und dort im Freien gegessen. Mit Blick ins Grüne, angenehmen Temperaturen und dieser entspannten Urlaubsstimmung, die sich an solchen Tagen ganz von selbst einstellt. Das Essen war hervorragend, die Gespräche ebenso, und wir haben den Abend einfach genossen. Ohne Eile und ohne Termine. Einfach nur mit gutem Essen, guter Gesellschaft und der Vorfreude auf das, was am nächsten Tag noch kommen sollte.

Anschließend bezogen wir unser Hotel. Es war zwar ähnlich voll gestellt, wie mein Garten, aber definitiv nicht ganz so schön und gemütlich. Aber immerhin hatten wir einen Balkon. Über diesem Balkon wohnte allerdings eine ausgesprochen selbstbewusste Spinne von beachtlicher Größe, die offenbar beschlossen hatte, dort dauerhaft einzuziehen. Meine Schwester und ich waren uns dann sehr schnell einig, dass wir ihr großzügig den Balkon überlassen und unseren gemütlichen Ausklang des Abends lieber ins Zimmer verlegen. 🤣

Dort haben wir noch ein wenig geplaudert, den Tag Revue passieren lassen und die Planung für den Sonntag perfektioniert. Denn der eigentliche Grund unserer Reise wartete am Sonntag auf der Freilichtbühne der Loreley. Uns war bereits vorher gesagt worden, dass das Konzert von Michael Patrick Kelly sehr gut besucht sein würde. Also schmiedeten wir einen Plan. Auto an der Fähre parken, übersetzen, Shuttlebus nehmen und entspannt ankommen.

Im Nachhinein kann ich sagen: Das war eine hervorragende Idee. Und sogar Petrus schien Gefallen an unserem Vorhaben gefunden zu haben. Die Sonne zeigte sich, versteckte sich zwischendurch hinter ein paar Wolken und sorgte dafür, dass es angenehm warm blieb. Und vor allem blieb es trocken ☀️

Als wir schließlich die beachtliche Warteschlangen erfolgreich passiert hatten und auf dem Gelände ankamen, ergatterten wir einen wunderbaren Platz mit direktem Blick auf die Bühne. Und dann begann ein Nachmittag voller Musik, Emotionen und Gänsehautmomente. Die Tour trägt den Namen „Traces“. Spuren. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass es kaum ein passenderes Wort für dieses Wochenende geben könnte...

Pünktlich um 14 Uhr ging es dann los mit „Wonders in a Broken World“ – Wunder in einer zerbrochenen Welt. Was vielleicht das perfekte Lied für diesen Blog ist. Denn auf der Suche nach dem Glück kann man vorab feststellen: Die Welt ist nicht perfekt. Menschen sind nicht perfekt. Beziehungen sind nicht perfekt. Das Leben hinterlässt Kratzer, Narben und manchmal auch ziemlich deutliche Fußabdrücke auf unserer Seele. Aber gleichzeitig gibt es diese kleinen Wunder, die so wichtig und wertvoll sind. 

Ein gemeinsames Frühstück, eine Schiffsfahrt auf dem Rhein, ein Lachen, bei dem einem der Bauch wehtut, ein Lieblingsmensch an der Seite und Musik, die genau im richtigen Moment die richtigen Worte findet 🩷

Michael Patrick Kelly hat an diesem Nachmittag über Hoffnung, Menschlichkeit und das gesprochen, was bleibt. Und während wir dort standen und der Musik lauschten, musste ich daran denken, wie viele Spuren Menschen in unserem Leben hinterlassen. Manche begegnen uns nur kurz, andere bleiben viele Jahre. Manche hinterlassen kaum sichtbare Fußabdrücke und andere prägen ganze Landschaften in unserem Herzen.

Es sind nicht immer die großen Gesten, die bleiben. Oft sind es die kleinen Dinge. Gemeinsame Erinnerungen, Gespräche, geteilte Erlebnisse, das Gefühl, verstanden zu werden, oder das Wissen, dass jemand da ist. Und vielleicht entsteht Glück genau dort. Nicht durch einen einzelnen großen Moment, sondern durch viele kleine Spuren, die Menschen in unserem Leben hinterlassen.

Wobei Spuren natürlich nicht immer nur etwas Schönes sind. Manchmal sind es auch die Dinge, die Menschen tun. Oder die Dinge, die sie nicht tun. Worte, die gesagt werden, oder Worte, die ausbleiben. Nähe, die geschenkt wird, oder Nähe, die fehlt. Auch das hinterlässt Spuren. Oft sind sie zunächst kaum sichtbar. So wie einzelne Fußabdrücke auf einem Weg. Aber mit der Zeit werden aus vielen kleinen Spuren Muster. Und irgendwann entsteht daraus ein Bild. Ein Bild davon, wie wir behandelt werden. Wie wichtig wir jemandem sind. Wie sich eine Beziehung anfühlt.

Umso wertvoller sind die Menschen, die schöne Spuren hinterlassen. Die uns ein gutes Gefühl geben. Die Erinnerungen schaffen, bei denen wir Jahre später noch lächeln müssen. Genau solche Spuren hat dieses Wochenende bei mir hinterlassen. Die wunderschöne Landschaft rund um den Rhein, die Loreley mit ihrer beeindruckenden Kulisse, die Musik, die vielen Gänsehautmomente und vor allem die gemeinsame Zeit mit meiner Schwester haben sich einen festen Platz in meinen Erinnerungen gesichert.

Denn es gibt Erlebnisse, die für sich genommen schon wunderschön sind. Und dann gibt es Erlebnisse, die noch schöner werden, weil man sie mit dem richtigen Menschen teilt. Genau so hat sich dieses Wochenende angefühlt.

Wenn ich die Augen schließe, sehe ich noch immer den Rhein, die Weinberge, die Bühne vor dem Himmel und höre Tausende Menschen gemeinsam singen. Und ich glaube, genau das sind Momente, die Spuren hinterlassen und die man noch Jahre später mit einem Lächeln erinnert.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche. Ich begebe mich jetzt an meinen Homeoffice-Arbeitsplatz, werde noch ein bisschen von Rhein, Loreley und Musik träumen und hoffe, dass auch ihr heute irgendwo eine schöne Spur entdeckt.

Bis morgen 🫶

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