„Live now. Make now always the most precious time. Now will never come again.“ - Captain Jean-Luc Picard – Star Trek
Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Kennt ihr das? Manchmal begegnet einem ein Satz, der einen irgendwie nicht mehr loslässt. Weil er gerade besonders gut passt, weil man plötzlich über etwas nachdenkt oder weil einem bewusst wird, wie schnell die Zeit eigentlich vergeht.
Mir ging es in dieser Woche mit diesem Zitat von Captain Picard aus Star Trek so. Frei übersetzt bedeutet es, dass wir im Hier und Jetzt leben und die Augenblicke unseres Lebens wertschätzen sollen, weil sie so nicht wiederkommen.
Vor ein paar Tagen ist Patrick Stewart, der Schauspieler, der Captain Picard über viele Jahre verkörpert hat, im Alter von 86 Jahren verstorben. Und auch wenn ich mich nun wirklich nicht zu den eingefleischten Star-Trek-Fans zählen würde, hat mich das ein bisschen traurig gemacht. Und lustigerweise habe ich am Donnerstagabend tatsächlich eine Folge Star Trek zum Einschlafen geschaut. Und nein, ich bin nicht plötzlich unter die Weltraumforscher gegangen. Aber manchmal ergeben sich eben Dinge, mit denen man selbst nicht gerechnet hätte. 😉
Wobei ich ja grundsätzlich der Meinung bin, dass es auch auf unserem eigenen Planeten noch genügend unerforschte Gebiete gibt. Meinen Geräteschuppen beispielsweise, den ich am Dienstag bekanntlich unter Einsatz meines Lebens betreten habe. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir dabei durchaus ein Raumschiff gewünscht, mit dem ich mich im Notfall hätte wegbeamen können.
Aber immerhin habe ich überlebt. Und der Schuppen steht auch noch. Was ich angesichts der dortigen Zustände durchaus als Erfolg verbuche. 🤣
Und heute ist Halloween und damit eigentlich wieder ein Tag, an dem man sich freiwillig erschrecken lassen kann. Ich persönlich finde allerdings, dass mein Gruselbedarf für dieses Jahr inzwischen ausreichend gedeckt ist. Umso erfreuter war ich, als ich bei meiner Suche nach den kuriosen Feiertagen festgestellt habe, dass heute auch der "Tag der Zauberei" gefeiert wird.
Und ich muss sagen, dass mir Zauberei generell deutlich mehr liegt als Spuk. Ich finde die Vorstellung wunderbar, dass Dinge plötzlich funktionieren, mit denen man gar nicht mehr gerechnet hat. Wobei ich persönlich schon ausgesprochen zufrieden wäre, wenn ich mit einem Zauberstab die Temperaturen in meinem Garten beeinflussen könnte.
Ihr wisst ja inzwischen, dass ich mich mit dem Ende des Sommers ziemlich schwertue. Ich liebe meinen Garten und bin einfach nicht bereit, mich für die nächsten Monate von meiner Lieblingsbank zu verabschieden. Andererseits muss ich zugeben, dass selbst meine inzwischen obligatorische pinkfarbene Winterjacke irgendwann an ihre Grenzen kommt.
Und so habe ich in dieser Woche tatsächlich ein bisschen gezaubert. Na gut, eigentlich habe ich eingekauft. Aber das Ergebnis kommt für meine Verhältnisse einem kleinen Zauber schon ziemlich nahe.
Über meiner Lieblingsbank steht nämlich inzwischen ein neuer Heizstrahler, und was soll ich sagen? Das Ding macht tatsächlich warm! Ich bin begeistert. Nachdem ich in den vergangenen Wochen gefühlt sämtliche Möglichkeiten durchgespielt habe, wie ich meinen Garten auch bei niedrigeren Temperaturen noch einigermaßen gemütlich halten kann, ist das für mich eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung.
Natürlich musste das gute Stück sofort getestet werden. Schließlich kann ich ja nicht einfach behaupten, dass etwas funktioniert, ohne mich persönlich davon überzeugt zu haben. Und tatsächlich konnte ich gemütlich auf meiner Bank sitzen, ohne dass meine Zehen nach wenigen Minuten den Winterschlaf einläuteten.
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob die Wärme auch für weitere Gäste ausreicht. Wobei ich vorsichtshalber schon einmal festgelegt habe, dass mein Platz auf der Bank selbstverständlich meiner bleibt. So viel Ordnung muss schließlich sein. 🤣
Ansonsten war die Woche seit Dienstag wieder einmal gut gefüllt. Ich habe gearbeitet, telefoniert, organisiert, viel geredet und glücklicherweise auch ziemlich viel gelacht. Und während mein Terminkalender weiterhin so tut, als hätten die Tage mindestens 36 Stunden, habe ich zwischendurch natürlich auch noch Zeit in meinem Garten verbracht.
Gestern hat sich das Wetter sogar von seiner besonders schönen Seite gezeigt. Die Sonne schien, es war für Ende Oktober erstaunlich angenehm und ich habe die Gelegenheit genutzt, um tatsächlich noch einmal den Rasenmäher auszupacken. Vermutlich zum letzten Mal in diesem Jahr.
Wobei ich da inzwischen etwas vorsichtig mit meinen Prognosen geworden bin. Mein Rasen scheint nämlich eine ausgesprochen eigene Vorstellung von Jahreszeiten zu haben und wächst weiterhin munter vor sich hin, während ich gedanklich längst beim Einpacken der Gartenmöbel angekommen bin. Aber nun ist er wieder ordentlich gestutzt und ich hoffe sehr, dass wir uns in dieser Angelegenheit bis zum Frühjahr einig sind.
Anschließend habe ich es mir mit einem Kaffee auf meiner Lieblingsbank gemütlich gemacht, die tief stehende Sonne genossen und mich darüber gefreut, wie schön der Herbst eigentlich sein kann. Dieses warme Licht, die bunten Blätter und die besondere Ruhe, die langsam in den Garten einzieht, haben schon etwas Zauberhaftes.
Und während ich so dasaß, musste ich irgendwie wieder an Captain Picard und seine Worte denken. An das Hier und Jetzt. Und daran, wie viel Zeit wir manchmal damit verbringen, uns Gedanken über Dinge zu machen, die noch gar nicht passiert sind.
Ich kann das ja bekanntlich ausgesprochen gut. Nachdenken, analysieren, Möglichkeiten durchspielen und vorsichtshalber auch gleich noch sämtliche Varianten berücksichtigen, die vermutlich niemals eintreten werden. Man könnte meinen, dass mir irgendwann die Gedanken ausgehen müssten. Tun sie aber leider nicht. 🤣
Dabei habe ich in den vergangenen Tagen wieder einmal festgestellt, dass es manchmal überhaupt nicht viel braucht, um glücklich zu sein. Ein bisschen Sonne, ein guter Kaffee, ein schönes Gespräch oder ein herzliches Lachen. Und manchmal sind es sogar die ganz vertrauten Dinge, die sich plötzlich wieder besonders schön anfühlen.
Ich glaube, wir unterschätzen solche Momente gelegentlich, weil wir schon wieder damit beschäftigt sind, uns Gedanken darüber zu machen, was als Nächstes kommt. Dabei wäre es doch eigentlich viel schöner, ab und zu einfach mal stehen zu bleiben und festzustellen, dass es gerade gut ist. Ohne sofort nach dem nächsten Haken zu suchen.
Vielleicht ist das ja auch eine Form von Zauberei. Nicht alles verändern zu müssen, sondern den Blick auf das zu richten, was gerade schön ist. Denn Glück ist bekanntlich die Summe schöner Momente. Und davon durfte ich in dieser Woche wieder einige sammeln. Manche ganz unspektakulär, manche überraschend und manche so schön, dass schon der Gedanke daran reicht, um mich lächeln zu lassen.
Und damit komme ich noch einmal zu Captain Picard zurück. Der hat nämlich auch einmal gesagt, dass die Zeit uns nicht wie ein Raubtier verfolgen muss, sondern vielmehr ein Gefährte auf unserer Reise sein kann, der uns daran erinnert, jeden einzelnen Moment zu genießen, weil er nicht wiederkommt.
Ich finde diesen Gedanken wunderschön. Gerade weil wir so oft versuchen, die Zeit festzuhalten, sie zu beschleunigen oder manchmal am liebsten zurückdrehen würden. Dabei müssen wir vielleicht gar nicht alles festhalten. Manchmal reicht es, einen Augenblick wirklich zu genießen und sich später mit einem Lächeln daran zu erinnern.
Ich werde heute jedenfalls versuchen, möglichst wenig zu grübeln und möglichst viel zu genießen. Halloween darf gerne ohne mich stattfinden. Mir sind ein bisschen Wärme, ein guter Kaffee und ein paar schöne Stunden ohnehin viel lieber. Und falls das Glück heute vorbeischaut, werde ich ihm selbstverständlich einen Platz auf meiner Lieblingsbank anbieten. Solange es mir nicht meinen warmen Platz streitig macht. 🤣
Habt einen wunderschönen Samstag, genießt die kleinen Glücksmomente und lasst euch nicht erschrecken. Und vergesst nicht: Manchmal ist das Glück schon da, während wir noch überlegen, wie wir es herbeizaubern könnten.
Habt es schön 🩷
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