Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser 🩷 Kennt ihr das, wenn ihr am Ende einer Woche zurückblickt und euch fragt, wo eigentlich die ganze Zeit geblieben ist? Mir geht es gerade so und zunächst möchte ich einmal Abbitte leisten 😉
Seit Dienstag habt ihr nichts mehr von mir gehört. Weder angekündigt noch geplant und eigentlich auch überhaupt nicht beabsichtigt. Aber wie das manchmal so ist, kommt einem das Leben dazwischen. Und das hatte in dieser Woche offensichtlich einiges mit mir vor. Es gab viel zu arbeiten, viel zu reden, viel zu essen und glücklicherweise auch ziemlich viel zu lachen.
Irgendwie war ständig etwas los und ehe ich mich versah, war schon wieder ein Tag vorbei. Zum Schreiben fehlte mir die Zeit und manchmal schlichtweg die Lust. Wobei mir beim Zurückblicken gerade auffällt, dass es eigentlich ein ziemlich schöner Grund ist, nicht über das Leben zu schreiben, weil man gerade so viel davon erlebt.
Los ging es am Dienstag mit einem ganz normalen Garten-Homeoffice-Tag. Ein besonderes schöner Kaffee am Morgen, ein voller Terminkalender und jede Menge Gespräche. Dazu ein paar technische Schwierigkeiten, die mich zwischendurch ordentlich beschäftigt haben... die ich aber glücklicherweise wieder in den Griff bekommen habe.
Überhaupt war mein Garten in dieser Woche wieder einmal Arbeitsplatz, Rückzugsort und gelegentlich auch eine kleine Herausforderung in Sachen Temperatur. Das Wetter konnte sich nämlich offensichtlich nicht entscheiden, welche Jahreszeit gerade dran ist. Mal fühlte es sich nach Frühling an, dann wieder nach Herbst und zwischendurch durchaus nach Winter. Mein Ofen hatte jedenfalls einiges zu tun und ich habe mich zwischendurch gefragt, ob wir den Sommer nicht doch noch einmal zurückbekommen könnten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Mittwoch und Donnerstag waren geprägt von einem Besuch und vielen guten Gesprächen. Besonders gefreut habe ich mich über ein Präsenzcoaching, das ich zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder durchführen durfte. So sehr ich die Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit schätze, es ist eben doch etwas anderes, einem Menschen tatsächlich gegenüberzusitzen. Ich habe das sehr genossen. Wir hatten gute Gespräche, einen schönen Spaziergang und insgesamt eine intensive gemeinsame Zeit. Gleichzeitig war natürlich auch sonst einiges los, sodass insbesondere der Donnerstag durchaus anspruchsvoll wurde.
Aber manchmal braucht es gar nicht viel, um einen anstrengenden Tag doch noch zu einem richtig schönen zu machen. Mittwochabend war ich mit meinem lieben Kollegen essen und am Donnerstag ergab sich ganz spontan die Gelegenheit, mit meinem Cousin und seiner Frau Pizza essen zu gehen. Und während ich dort saß, leckeres Essen vor mir, nette Menschen um mich herum, merkte ich, wie schnell sich die Anstrengung eines Tages plötzlich in Luft auflösen kann. Manchmal reichen eben eine Pizza und die richtigen Menschen, um die Welt wieder ein bisschen fröhlicher aussehen zu lassen.
Der Freitag hatte dann noch einmal eine ganz andere Qualität. Ich hatte mir einen kurzen Arbeitstag gegönnt, denn eine liebe Freundin hatte mir im Sommer zum Geburtstag einen gemeinsamen Shoppingtag geschenkt. Und ich glaube, ihr könnt euch vorstellen, dass man mir mit so etwas eine ziemlich große Freude machen kann. Ob Blumen, Deko oder Klamotten, ich bin grundsätzlich für alles zu begeistern, was schön ist und sich im besten Fall auch noch kaufen lässt.
In diesem Fall wurde es ein wunderschöner Pullover, aber das war eigentlich nur eine sehr nette Nebensache. Viel schöner war die gemeinsame Zeit. Wir haben in der Sonne ein leckeres spätes Frühstück beziehungsweise frühes Mittagessen genossen, viel erzählt, noch mehr gelacht und uns irgendwann auch ein kleines Kaltgetränk gegönnt, das erstaunlich schnell für zusätzliche Heiterkeit sorgte. Einzelheiten erspare ich euch an dieser Stelle. Jedenfalls hatten wir ziemlich viel Spaß.
Und weil schöne Tage offensichtlich dazu neigen, noch schöner zu werden, landeten wir anschließend ganz spontan im Studio Konfetti, wo ich mittlerweile vermutlich schon zum Inventar gehöre. Dieses Mal hatte ich mir eine Kuchenplatte mit einem Reh in den Kopf gesetzt. In meiner Vorstellung sah das ausgesprochen hübsch und eigentlich auch gar nicht so schwierig aus. Die Realität war dann, wie so häufig, etwas anspruchsvoller...
Aber ich habe mich tapfer geschlagen, bin mit dem Ergebnis zumindest halbwegs zufrieden und freue mich schon darauf, die Platte nächste Woche nach dem Brennen abzuholen. Vielleicht wird sie wunderschön. Vielleicht wird sie auch einfach sehr individuell. Beides wäre für mich in Ordnung - denn hier ist eindeutig der Weg das Ziel 😉
Irgendwann stellte ich dann ziemlich überrascht fest, dass acht Stunden vergangen waren. Acht Stunden! Und ich hätte schwören können, dass wir gerade einmal zwei unterwegs gewesen waren. Manche Stunden ziehen sich wie Kaugummi, während andere verschwinden, als hätte jemand heimlich an der Uhr gedreht. Dabei haben sie alle dieselben sechzig Minuten. Offenbar hat das Glück eine ganz eigene Geschwindigkeit. Je schöner die Momente, desto schneller scheinen sie zu vergehen. Ein bisschen ungerecht ist das ja schon.
Und als ich heute Morgen über die vergangenen Tage nachgedacht habe, kam mir die ganze Woche vor wie ein Film im Zeitraffer. Ein Termin folgte auf den nächsten, Gespräche gingen ineinander über und zwischen Arbeit, Spaziergängen, Restaurantbesuchen und Shopping verschwammen die einzelnen Tage fast miteinander. Aber wenn ich diesen Film in Gedanken noch einmal anhalte, dann sind es erstaunlicherweise nicht die anstrengenden Momente, die hängen bleiben.
Es sind die gemeinsamen Mahlzeiten, das Lachen und die Begegnungen. Ausgerechnet die Momente, die viel zu schnell vergangen sind, bleiben am längsten in Erinnerung.
Und darin steckt für mich ein kleiner, aber feiner Unterschied. Es gibt volle Tage und es gibt erfüllte Tage. Die einen machen uns müde, die anderen glücklich. Und manchmal schaffen es beide sogar, sich in ein und demselben Tag unterzubringen. Vielleicht geht es also gar nicht darum, möglichst viel Zeit zu haben, sondern darum, sie mit Dingen und Menschen zu füllen, die uns guttun. Wobei ich gegen ein paar zusätzliche Stunden am Tag grundsätzlich auch nichts einzuwenden hätte.
Jetzt sitze ich also hier, auf meiner Lieblingsbank, schaue dem Regen zu und friere ein bisschen. Nach einer Woche im Zeitraffer scheint das Leben gerade wieder auf Normalgeschwindigkeit umgeschaltet zu haben. Mein Kaffee ist hoffentlich noch eine Weile warm und vor mir liegt ein Wochenende, von dem ich noch nicht so genau weiß, was es bringen wird. Aber nach den vergangenen Tagen finde ich das eigentlich ganz schön. Ein bisschen Platz für das, was sich eben so ergibt. Für spontane Ideen, schöne Begegnungen oder vielleicht auch einfach mal für gar nichts.
Und was meine kleine Schreibpause betrifft, so habe ich inzwischen beschlossen, dass ich dafür eigentlich gar nicht so viel Abbitte leisten muss. Schließlich habe ich in dieser Woche vielleicht ein bisschen zu wenig geschrieben, dafür aber ziemlich viel gelebt. Und wenn ich mich zwischen beidem entscheiden müsste, wüsste ich ziemlich genau, was mir wichtiger ist.
Vielleicht ist das ja das Geheimnis vom Glück im Zeitraffer. Dass die schönsten Stunden manchmal viel zu schnell vergehen, uns dafür aber noch lange begleiten.
Ich wünsche euch einen wunderschönen Samstag. Mit möglichst wenig Regen, vielen schönen Momenten und Menschen, mit denen ihr gerne die Zeit vergesst. Und vielleicht auch mit der einen oder anderen Stunde, die sich ganz bewusst ein bisschen länger anfühlen darf.
Habt es schön! ❤️
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